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Hinrich Hörnlein-Rummel

LINDstore Gesundheitsratgeber –

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Artikel: Ohne DIESES Detail kannst du NICHT lesen

Ohne DIESES Detail kannst du NICHT lesen

Du benutzt sie gerade, um scharf zu sehen – aber kennst Du die Makula?

Warum ein winziger Bereich Deiner Netzhaut für das Lesen, das Erkennen von Gesichtern und viele schöne Augenblicke so wichtig ist

Du liest gerade diese Zeilen.

Vielleicht auf Deinem Smartphone, vielleicht auf einem Tablet oder am Computer.

Deine Augen erkennen Buchstaben, unterscheiden kleine Details und ermöglichen Dir, den Text mühelos zu verfolgen.

Dabei arbeitet ein winziger Bereich Deiner Netzhaut besonders intensiv.

Sein Name: Makula.

Vielleicht hast Du das Wort schon einmal bei einer augenärztlichen Untersuchung gehört. Vielleicht ist es Dir aber auch völlig unbekannt.

Dabei spielt die Makula eine entscheidende Rolle für etwas, das wir täglich ganz selbstverständlich nutzen: unser zentrales, besonders scharfes Sehen.

Und gerade mit zunehmendem Alter lohnt es sich, diesen kleinen Bereich des Auges etwas besser kennenzulernen.

1. Was ist die Makula überhaupt?

Die Makula wird auch als gelber Fleck bezeichnet.

Sie liegt ungefähr im Zentrum der Netzhaut, also jener lichtempfindlichen Gewebeschicht, die die Innenseite des hinteren Augapfels auskleidet.

Die Netzhaut nimmt Lichtreize auf und wandelt sie mithilfe spezialisierter Sinneszellen in elektrische Signale um.

Diese gelangen über den Sehnerv zum Gehirn und werden dort zu den Bildern verarbeitet, die wir wahrnehmen.

Innerhalb der Netzhaut gibt es verschiedene Bereiche mit unterschiedlichen Aufgaben.

Die Makula ist auf das zentrale Sehen spezialisiert.

In ihrer Mitte befindet sich die sogenannte Fovea, die Sehgrube. Hier ist die Dichte der für das Farbsehen und die hohe Sehschärfe wichtigen Zapfen besonders groß.

Wenn Du einen Buchstaben genau anschaust, richtet sich Dein Blick so aus, dass sein Bild auf diesen besonders leistungsfähigen Bereich fällt.

Die Makula ist also gewissermaßen die Spezialistin Deiner Netzhaut für feine Details.

2. Warum Du die Makula ständig brauchst

Stell Dir vor, Du sitzt in einem Café.

Am Nachbartisch winkt Dir ein Bekannter zu. Du erkennst sein Gesicht und erwiderst den Gruß.

Anschließend liest Du die Speisekarte und entscheidest Dich für einen Kaffee.

Später schaust Du auf Dein Smartphone und beantwortest eine Nachricht.

Bei all diesen Tätigkeiten nutzt Du Dein zentrales Sehen.

Die Makula ermöglicht es Dir, kleine Einzelheiten besonders genau zu erkennen.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Buchstaben beim Lesen,

  • Gesichtszüge anderer Menschen,

  • feine Strukturen und Muster,

  • kleine Gegenstände,

  • Details beim Handarbeiten, Zeichnen oder Fotografieren.

Das übrige Gesichtsfeld ist natürlich ebenfalls wichtig.

Es hilft Dir unter anderem bei der räumlichen Orientierung und beim Wahrnehmen von Bewegungen außerhalb Deiner direkten Blickrichtung.

Doch wenn es darum geht, etwas ganz genau anzusehen, spielt die Makula eine besondere Rolle.

3. Warum heißt sie eigentlich „gelber Fleck“?

Der Begriff klingt zunächst etwas ungewöhnlich.

Er geht auf die gelbliche Färbung dieses Netzhautbereichs zurück.

Diese Färbung hängt mit bestimmten natürlichen Pigmenten zusammen.

Zu ihnen gehören vor allem drei Carotinoide: Lutein, Zeaxanthin und Meso-Zeaxanthin.

Carotinoide sind eine Gruppe natürlicher Farbstoffe, die unter anderem in Pflanzen vorkommen.

Lutein und Zeaxanthin nehmen wir auch mit der Nahrung auf.

Im menschlichen Auge sind diese Stoffe nicht gleichmäßig verteilt. Im Bereich der Makula finden sich besonders hohe Konzentrationen.

Gemeinsam bilden sie das sogenannte Makulapigment.

Das ist aus wissenschaftlicher Sicht bemerkenswert, denn es zeigt, dass bestimmte mit der Ernährung aufgenommene Pflanzenstoffe in einem spezialisierten Bereich unseres Sehsystems vorkommen.

Welche Bedeutung das für die Gesundheit der Augen hat, ist Gegenstand zahlreicher Untersuchungen.

4. Lutein und Zeaxanthin: Was wissen wir wirklich?

Lutein und Zeaxanthin gehören zu den am häufigsten untersuchten Carotinoiden im Zusammenhang mit der Makula.

Das Makulapigment kann einen Teil des kurzwelligen sichtbaren Lichts absorbieren.

Außerdem besitzen die beteiligten Carotinoide chemische Eigenschaften, die im Zusammenhang mit oxidativen Prozessen untersucht werden.

Doch hier ist eine wichtige Unterscheidung notwendig.

Dass ein Stoff natürlicherweise in einem bestimmten Gewebe vorkommt, bedeutet nicht automatisch, dass eine zusätzliche Aufnahme dieses Stoffes eine Erkrankung verhindert oder behandelt.

Ebenso wenig lässt sich daraus ableiten, dass eine hohe Zufuhr grundsätzlich besser wäre als eine normale.

Lutein und Zeaxanthin sind wissenschaftlich interessante Bestandteile des Makulapigments. Eine allgemeine Schutzwirkung gegen Augenerkrankungen lässt sich daraus jedoch nicht pauschal ableiten.

Für diese beiden Carotinoide gibt es in der Europäischen Union keine allgemein zugelassene gesundheitsbezogene Aussage zur Erhaltung normaler Sehkraft.

Das ist besonders wichtig, wenn über Ernährung oder Nahrungsergänzungsmittel gesprochen wird.

5. Was hat Deine Ernährung mit der Makula zu tun?

Lutein und Zeaxanthin kommen in verschiedenen Lebensmitteln vor.

Besonders interessant sind beispielsweise dunkelgrüne Blattgemüse wie Grünkohl und Spinat.

Auch Brokkoli, Mais und Eigelb können diese Carotinoide liefern.

Das bedeutet aber nicht, dass Du möglichst große Mengen eines einzelnen Lebensmittels essen solltest.

Eine ausgewogene Ernährung zeichnet sich gerade dadurch aus, dass unterschiedliche Lebensmittel miteinander kombiniert werden.

Neben Carotinoiden benötigt unser Körper zahlreiche weitere Nährstoffe.

Vitamin A und Zink tragen beispielsweise zur Erhaltung normaler Sehkraft bei.

Vitamin C und Vitamin E tragen dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.

Diese wissenschaftlich bewerteten Aussagen beziehen sich auf normale Körperfunktionen.

Sie sind keine Aussage darüber, dass die genannten Nährstoffe eine Makulaerkrankung verhindern oder heilen können.

Eine abwechslungsreiche Ernährung ist deshalb eine sinnvolle Grundlage für die allgemeine Nährstoffversorgung.

Sie ersetzt jedoch keine augenärztliche Vorsorge oder notwendige medizinische Behandlung.

6. Warum die Makula mit zunehmendem Alter besonders interessant wird

Wie andere Gewebe unseres Körpers verändert sich auch das Auge im Laufe des Lebens.

Nicht jede Veränderung bedeutet eine Erkrankung.

Mit zunehmendem Alter steigt allerdings das Risiko für bestimmte Augenerkrankungen.

Eine davon ist die altersabhängige Makuladegeneration, kurz AMD.

Dabei handelt es sich um Veränderungen im Bereich der Makula, die das zentrale Sehen beeinträchtigen können.

Je nach Erkrankungsform und Stadium kann sich eine AMD unterschiedlich entwickeln.

Manche Veränderungen verursachen zunächst kaum bemerkbare Beschwerden.

Andere können dazu führen, dass gerade Linien verzerrt erscheinen, Buchstaben schlechter erkannt werden oder im Zentrum des Gesichtsfeldes ein unscharfer Bereich entsteht.

Wichtig ist dabei: Solche Beschwerden können unterschiedliche Ursachen haben.

Nicht jede Sehverschlechterung im Alter ist eine Makuladegeneration.

Und nicht jede Veränderung der Makula führt zwangsläufig zu einem erheblichen Sehverlust.

Deshalb ist eine fachkundige augenärztliche Beurteilung so wichtig.

7. Warum Du nicht auf verschwommene Buchstaben warten solltest

Viele Menschen gehen erst dann zum Augenarzt, wenn sie bemerken, dass sich ihr Sehen verändert.

Das ist verständlich.

Schließlich beschäftigen wir uns im Alltag selten mit Organen, die scheinbar problemlos funktionieren.

Doch einige Augenerkrankungen können sich über längere Zeit entwickeln, ohne dass sofort deutliche Beschwerden auftreten.

Hinzu kommt, dass wir mit beiden Augen gleichzeitig sehen.

Wenn sich die Sehfähigkeit eines Auges langsam verändert, kann das andere Auge die Einschränkung teilweise ausgleichen.

Dadurch werden manche Veränderungen zunächst kaum wahrgenommen.

Eine augenärztliche Untersuchung kann helfen, Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen und medizinisch einzuordnen.

Welche Untersuchungen und Kontrollabstände sinnvoll sind, hängt unter anderem vom Alter, der persönlichen Krankengeschichte, familiären Risiken und vorhandenen Beschwerden ab.

Vorsorge bedeutet deshalb nicht, auf jedes kleine Seherlebnis ängstlich zu achten. Sie bedeutet, die Augen auch dann ernst zu nehmen, wenn sie scheinbar problemlos funktionieren.

8. Was kannst Du selbst beobachten?

Vielleicht ist Dir schon einmal aufgefallen, dass sich Deine Sehleistung im Tagesverlauf verändert.

Manchmal erscheinen Buchstaben unscharf, weil die Augen trocken sind oder eine Brille nicht optimal angepasst ist.

Solche Veränderungen müssen nicht mit der Makula zusammenhängen.

Es gibt jedoch einige Auffälligkeiten, die augenärztlich abgeklärt werden sollten.

Dazu gehört beispielsweise, wenn gerade Linien plötzlich wellig oder verzerrt erscheinen.

Auch neu auftretende dunkle oder unscharfe Bereiche im Zentrum des Sehens sind ein Grund für eine rasche Untersuchung.

Besonders wichtig ist eine plötzlich eintretende Sehverschlechterung.

Sie sollte nicht abgewartet oder durch eigene Maßnahmen behandelt werden.

Ein plötzlicher deutlicher Sehverlust ist ein medizinischer Notfall.

Gelegentlich wird zur Selbstbeobachtung ein sogenanntes Amsler-Gitter verwendet.

Dabei betrachtet man ein regelmäßiges Linienraster jeweils mit einem Auge.

Verzerrungen oder fehlende Bereiche können auffallen.

Ein solcher Selbsttest kann eine augenärztliche Untersuchung jedoch nicht ersetzen. Auch ein unauffälliges Ergebnis schließt eine Erkrankung nicht zuverlässig aus.

9. Was gehört zu einem vernünftigen Lebensstil für die Augen?

Vielleicht erwartest Du jetzt eine besondere Übung oder ein bestimmtes Lebensmittel, mit dem Du Deine Makula gezielt stärken kannst.

Doch die wissenschaftlich begründeten Empfehlungen sind weniger spektakulär.

Ein wichtiger Faktor ist das Rauchen.

Rauchen gehört zu den gut belegten beeinflussbaren Risikofaktoren für die altersabhängige Makuladegeneration.

Wer nicht raucht beziehungsweise mit dem Rauchen aufhört, trifft damit eine gesundheitlich sinnvolle Entscheidung.

Auch eine ausgewogene Ernährung ist Teil eines vernünftigen Lebensstils.

Darüber hinaus spielen die allgemeine Gesundheit, die Kontrolle bestehender Erkrankungen und die individuelle augenärztliche Betreuung eine Rolle.

Besonders bei familiärer Vorbelastung oder bereits festgestellten Netzhautveränderungen kann eine persönliche Beratung sinnvoll sein.

Es geht also nicht um eine einzelne Wundermaßnahme.

Vielmehr geht es darum, bekannte Risiken zu berücksichtigen und die Augen im Rahmen der allgemeinen Gesundheitsvorsorge nicht zu vergessen.

10. Können spezielle Vitaminpräparate bei Makulaerkrankungen helfen?

Diese Frage verdient eine differenzierte Antwort.

In den großen amerikanischen AREDS- und AREDS2-Studien wurden spezielle Kombinationen von Vitaminen, Mineralstoffen und teilweise Carotinoiden untersucht.

Dabei zeigte sich für bestimmte Gruppen von Menschen mit altersabhängiger Makuladegeneration ein Nutzen hinsichtlich des Risikos, dass die Erkrankung in ein fortgeschrittenes Stadium übergeht.

Diese Ergebnisse beziehen sich jedoch auf klar definierte Patientengruppen und bestimmte Präparatezusammensetzungen.

Sie lassen sich nicht auf alle Menschen übertragen.

Insbesondere folgt daraus nicht, dass gesunde Menschen durch die vorsorgliche Einnahme solcher Präparate ihre Sehkraft verbessern oder eine Makuladegeneration zuverlässig verhindern können.

Auch können hochdosierte Präparate unerwünschte Wirkungen oder Wechselwirkungen haben.

Deshalb sollte die Entscheidung über eine solche Ergänzung bei bestehender AMD gemeinsam mit dem behandelnden Augenarzt getroffen werden.

Für Menschen ohne entsprechende Diagnose ist eine ausgewogene Ernährung die allgemeine Grundlage der Nährstoffversorgung.

Fazit: Ein kleiner Bereich mit einer großen Aufgabe

Während Du diesen Text gelesen hast, hat Deine Makula ununterbrochen gearbeitet.

Sie hat Dir geholfen, Buchstaben zu erkennen, Wörter zu unterscheiden und die Gedanken hinter diesen Zeilen zu erfassen.

Dieser kleine Bereich der Netzhaut ist für viele Tätigkeiten unseres Alltags unverzichtbar.

Besonders interessant ist, dass sich dort natürliche Carotinoide wie Lutein und Zeaxanthin anreichern.

Doch die Gesundheit der Makula lässt sich nicht auf einzelne Nährstoffe reduzieren.

Auch das Alter, persönliche Risikofaktoren, die allgemeine Gesundheit und die augenärztliche Betreuung spielen eine Rolle.

Mein Rat: Warte nicht erst, bis Buchstaben verschwimmen oder gerade Linien plötzlich krumm erscheinen. Informiere Dich über Deine Augen, achte auf einen vernünftigen Lebensstil und besprich mit Deinem Augenarzt, welche Kontrollen für Dich sinnvoll sind.

Denn gutes Sehen ist im Alltag so selbstverständlich, dass wir manchmal vergessen, wie viel dahintersteckt.


Medizinischer Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Gesundheitsinformation. Er ersetzt keine individuelle augenärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Die Beschreibung von Lutein, Zeaxanthin und anderen Nährstoffen stellt keine Aussage über die Vorbeugung, Behandlung oder Heilung von Augenerkrankungen dar. Neue Sehstörungen, insbesondere plötzlich auftretende Verzerrungen, zentrale Gesichtsfeldausfälle oder eine akute Sehverschlechterung, müssen umgehend ärztlich abgeklärt werden.

Hinweis zu unseren Beiträgen:
Zur Veranschaulichung nutzen wir auf unserer Website teilweise symbolische, KI-generierte Bilder sowie Bildmaterial aus eigenen Beständen.

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