Kartoffelsaft

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Meinen Patienten empfehle ich seit Jahren ein natürliches Produkt, das zum größten Teil aus getrocknetem Kartoffelpresssaft besteht.

Auf dem Markt sind 2-3 Präparate verfügbar, die ihren Zweck erfüllen. Bei der Auswahl sollte darauf geachtet werden, dass keine chemischen Zusatzstoffe, dafür aber ein paar Begleitmineralien, vor allem Zink dabei ist. Zink trägt zu einem normalen Säure-Basen-Stoffwechsel bei. Da diese Präparate gelutscht oder gekaut werden, sollten es Tabletten sein und weil rohe Kartoffel nicht lecker schmeckt, ist der Zusatz eines Süßstoffes sinnvoll. Mein Favorit ist Kokosblütenzucker, weil er natürlich ist, angenehm schmeckt und den Blutzucker nicht erhöht und deshalb auch für Diabetiker geeignet ist.

Kartoffelpresssaft bindet die überschüssige Magensäure. D.h. die Säure, die der Magen für Desinfektion und Vorverdauung braucht, steht ihm voll zur Verfügung. Der überschüssige Säureanteil und nur der, wird vom Kartoffelpresssaft gebunden. Diese Bindung bedeutet, dass der Säurewert des Magens hoch bleibt und der Körper keinen Anlass hat, zusätzliche Magensäure zu produzieren. Dadurch hat der Patient, wenn es tun läuft, keine größeren Magenprobleme mehr.

Bei akutem Sodbrennen sollte man mit einer niedrigen Dosierung beginnen und kann bei Bedarf steigern. 

Kartoffelpresssaft als Tablette ist kein Medikament. Er hat einen hohen Nutzen, wie oben dargestellt, aber keine medizinische Wirkung. Wenn Ihnen Ihr Arzt einen Protonenpumpenhemmer (PPI) verschrieben hat, dann dürfen Sie dieses Medikament nicht ohne dessen Erlaubnis absetzen und durch ein Nahrungsergänzungsmittel ersetzen. Nur mit ihrer/seiner Zustimmung ist das zu empfehlen. 

Dabei liegt es im Ermessen Ihrer Ärztin/Ihres Arztes die empfohlene Tageshöchstdosis des Kartoffelpresssaft-Präparates zu überschreiten und der zu erwartenden Magensaftproduktion anzupassen. 

In der Regel ist nach 1 bis 3 Wochen nach Absetzen der PPI das Gleichgewicht wieder hergestellt und 2 bis 6 Tabletten am Tag ausreichend.

Veröffentlicht am 8. September 2020 von Hinrich Hörnlein-Rummel bei Fragen wenden Sie sich bitte an praxis@hoernlein-rummel.de, Facharzt aus Oldenburg und Berlin

Dieser Beitrag gibt ausschließlich die Meinung des/der Autors/in wieder und steht in keinem direkten Bezug zu den hier angebotenen Produkten.

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Ernährung und Magengesundheit

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Wer das Buch ‘Darm mit Charme’ von Giulia Enders gelesen hat, weiß, wie wichtig die guten Darm-, Ernährungs- und Verdauungsfunktionen für Gesundheit, Schönheit und Leistungsfähigkeit sind.

Schon der bekannte deutsche Philosoph Ludwig Feuerbach (1804-1872) hat den Satz geprägt „Du bist, was Du isst“ und moderne Ernährungsforschung und moderne Medizin bestätigen diese alte Weisheit wissenschaftlich und täglich auf’s Neue.

Dabei ist es doch ganz einfach. Wir können nur leben, wenn wir ständig Betriebsstoffe und Bausteine dem Körper zuführen und Abbauprodukte wieder ausführen.

Deshalb müssen wir nicht nur atmen, sondern auch Essen und Trinken und dabei spielt unser Verdauungssystem in vielerlei Hinsicht die Hauptrolle.

Das beginnt mit dem Magen, in dem die Speisen desinfiziert und vorverdaut werden. Dann kommt der Dünndarm, in dem die Speisen mit Hilfe von Leber und Bauchspeicheldrüse so aufbereitet werden, dass die Nähr- und Energiestoffe aufgeschlossen und in den Körper transportiert werden können. 

Letzteres geschieht über die Leber, die hier die ersten Umbauarbeiten dieser Stoffe vornimmt, so dass sie dann über das Blut in die Organe und dort in die Körperzellen gelangen können, um dann dem Stoffwechsel zur Verfügung zu stehen.

Von dort aus geht die Reise zurück. Verbrauchte Materialien sind dann sauer oder sogar giftig und müssen neutralisiert, entgiftet und dann ausgeschieden werden. Sind diese Stoffwechsel-Abfallprodukte, die umgangsprachlich als Schlacken bezeichnet werden, wasserlöslich, geschieht das über die Niere, sind sie fettlöslich, dann über die Leber, die sie über den Gallensaft an den Darm weitergibt, der sie dann mit dem unverdaulichen Restmaterial schließlich im Enddarm ausscheidet.

Je besser das funktioniert, desto größer ist der Nutzen für den Einzelnen. Die optimale Nährstoffversorgung ist die Voraussetzung für anhaltende Gesundheit. Für alle Organe. Einschließlich Kopf, Gehirn, Auge, Ohr, Herz, Muskulatur, Knochen und Immunsystem, sowie für die Sexualfunktionen.

Veröffentlicht am 8. September 2020 von Hinrich Hörnlein-Rummel bei Fragen wenden Sie sich bitte an praxis@hoernlein-rummel.de, Facharzt aus Oldenburg und Berlin

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Milchsäure

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Der Darm besteht im Grunde aus zwei Abschnitten, dem Dünn- und dem Dickdarm, die sich wesentlich unterscheiden.

Der Dünndarm ist eher bakterienarm, der Dickdam bakterienreich. Die Bakterienstämme des Dünndarms unterscheiden sich von denen des Dickdarms. Beide Abschnitte sind durch eine Klappe getrennt, die den Übergang von Dickdarmbakterien in den Dünndarm verhindern soll.

Kommt es zum Übertritt, dann geschieht Ähnliches wie beim Fehlen der Desinfektion durch den Magensaft. Es kommt zu einer Fehlbesiedlung des Dünndarms mit negativen Folgen für die Verdauung und für die Aufnahme und Verwertung der Nährstoffe im Körper.

In der Ernährungslehre wird deshalb regelmäßig der Verzehr von milchsauer vergorenem Gemüse empfohlen. Das ist z.B. Sauerkraut oder andere vergorene Kohlarten, Paprika, Gurken usw.

Diese Gemüse bringen die Milchsäure und Milchsäurebakterien in den Darm. Die Milchsäure reguliert den Säure- bzw. den Basenwert und hält ihn konstant im Gleichgewicht. Die Milchsäurebakterien wehren Fremdbakterien im Dünndarm ab und verbessern anschließend die Zusammensetzung der Dickdarmbakterien.

Beides unterstützt die Darmtätigkeit, verbessert die Verdauung und unterstützt die Nährstoffversorgung. 

Einziger Nachteil: Milchsaures Gemüse hat einen eindringlichen Geruch und Geschmack, der nicht jedem behagt. Nicht jeder fühlt sich in der Lage täglich, z.B. eine Portion rohes Sauerkraut zu sich zu nehmen.

Veröffentlicht am 8. September 2020 von Hinrich Hörnlein-Rummel bei Fragen wenden Sie sich bitte an praxis@hoernlein-rummel.de, Facharzt aus Oldenburg und Berlin

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Darmflora

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Der Darm ist mit Bakterien besiedelt. Beim Menschen wird geschätzt, dass es sich um 500 bis 1.000 verschiedene Arten handelt und pro Gramm Darminhalt bis zu 1 Billion Bakterien enthalten sind. Milchsäurebakterien unterstützen das Geschehen im Dickdarm.

Die riesige Menge belegt deren Bedeutung. Sie sind dazu da, die Restnahrung aufzuschließen und unsere Ernährung sicherzustellen. Ohne diese mikroskopisch kleinen Lebewesen in unserem Darm würden wir mit vollem Bauch verhungern.

Auch die Vielzahl von Arten ist wichtig. Zum einen haben sie unterschiedliche Aufgaben, zum anderen halten sie sich gegenseitig im Zaum und verhindern, dass der eine oder andere Stamm zum Krankheitserreger ausartet.

Allerdings reagieren unsere Darmbewohner auf bestimmte Ernährungsgewohnheiten, Fremdstoffe und Medikamente, insbesondere Antibiotika sehr sensibel.

Ernährung mit hohem Zuckeranteil z.B. fördert bestimmte Hefen, die sich dann besonders gut vermehren und über ihre eigenen Stoffwechselprodukte den Körper beeinflussen, ihn in gewisserweise vergiften können. Daraus können z.B. chronische Entzündungen, Schmerzen, Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten u.a. entstehen.

Antibiotika werden eingesetzt, um Krankheitskeime abzutöten. In der Regel machen sie das auch, aber halt auch im Darm. Das Antibiotikum kann nicht zwischen gutem Bakterium und bösem Feind unterscheiden. Ein Teil der dortigen Bakterien wird stärker, ein anderer schwächer getroffen. Die, die besser überlebt haben, entwickeln sich danach stärker und schneller und dominieren dann die anderen.

Man nennt dies Dysbiose mit der Folge, dass die zuvor vorhandene Harmonie verloren geht und die dominante Gruppe den Darmstoffwechsel bestimmt. Das kann dann dazu führen, dass bestimmte Vitamine nicht mehr ausreichend im Darm produziert oder aufgenommen werden und eine partielle Fehl- oder Mangelernährung entsteht.

Veröffentlicht am 8. September 2020 von Hinrich Hörnlein-Rummel bei Fragen wenden Sie sich bitte an praxis@hoernlein-rummel.de, Facharzt aus Oldenburg und Berlin

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Darmbakterien

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Wer eine Dysbiose hat, also eine Fehlbesiedlung des Darms, bekommt häufig den Rat, sich ein Präparat mit Darmbakterien zu besorgen und dies regelmäßig, mindestens so lange wie die Beschwerden bestehen, einzunehmen.

Aber woran kann man ein gutes Präparat erkennen. Hier meine Kriterien.

Ein gutes Bakterienprodukt sollte meiner Meinung nach  wie folgt aufgebaut sein. Hauptbestandteil sollte eine Mischung aus 10 Darmbakterienstämmen, überwiegend Lactobacillus und Bifidobakterien sein, die zu den häufigsten und wichtigsten Darmkeimen gehören. Mehr Bakterienstämme sind möglich aber nicht hilfreich, da sich die Bakterien im Darm selbst regulieren. Deshalb beschränke ich das bei meiner Empfehlung auf 10, damit dann von diesen 10 auch genügend im Darm landen.

Zum Zeitpunkt der Abfüllung der Kapseln sollten in jeder Kapsel 3 Milliarden Kolonie bildende Einheiten vorhanden sein, also Bakterien, die in der Lage sind, sich zu vermehren. Diese Anzahl ist in aller Regel ausreichend und kann vom in der Kapsel enthaltenen Inulin auch ernährt werden.

Damit sie im Magen nicht von der Magensäure zerstört werden, sollten die Kapseln magensaft resistent sein, z.B. aus HPMC bestehen, das sich erst im Dickdarm auflöst und dort die Bakterien freigibt.

Damit sich die Bakterienstämme auch vermehren können, sollten jeder Kapsel ausreichend Bio-Inulin beigefügt sein, mindestens 450mg. Inulin ist eine Mischung aus verschiedenen Zuckern und Stärken, auf denen sich die Bakterien besonders gut entwickeln können.

Die Bio Qualität sorgt dafür, dass die empfindlichen Bakterien nicht durch Reste von Pflanzen- oder Insektenschutzmitteln geschädigt werden.

Im Dickdarm angekommen, verstärken sie dann die vorhandene Darmflora und sorgen dafür, dass die Mischungsverhältnisse zwischen den einzelnen Stämmen wieder in Ordnung kommen und erhalten bleiben. Bei gleichzeitiger Milchsäure Einnahme kann nach meinem Eindruck der Effekt noch verstärkt werden.

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Die Qual der Wahl. Welches Nahrungsergänzungsmittel ist empfehlenswert?

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Grundsätzlich gebe ich keine konkreten Produktempfehlungen. Aber dass meine Beiträge auf der Homepage eines Herstellers zu finden sind, hat sicher auch damit zu tun, dass ich grundsätzlich in dessen Produktqualität vertraue.

Lassen Sie mich aber das Dilemma an einem Alltagsbeispiel verdeutlichen. Würde ich einen Reisebericht über eine Fahrt mit einem BMW über die Alpen verfassen, so hieße es doch nicht, dass die Reise in einem VW anders verlaufen wäre. Hier läge es daran, dass beide Autos strengen Zulassungs- und TÜV-Regeln unterliegen. Sie unterscheiden sich zwar hinsichtlich Ausstattung, Komfort und Preis. Hinsichtlich Sicherheit unterliegen beide den gleichen Grundbedingungen. Bei Nahrungsergänzungsmitteln ist das anders. Es gibt natürlich auch ein paar Grundregeln. Der Spielraum geht aber so weit, dass auch der größte Unsinn verkauft werden darf.

Um diese Aussage auf das Beispiel Auto zu übertragen: Als Nahrungsergänzungsmittel wäre auch ein Modell erlaubt, das nur rückwärts fährt und keine Bremsen hat. Um größeren Schäden bei den Nutzerinnen und Nutzern von Nahrungsergänzungsmitteln vorzubeugen, hat der Gesetzgeber den Herstellern verboten, direkte gesundheitliche Aussagen zu ihren Produkten zu machen und die Tageshöchstdosis so tief anzusetzen, dass niemand zu Schaden kommt.

Vor allem durch Letzteres ist auch der Effekt deutlich eingeschränkt und nach meiner Einschätzung sind über 95% aller Nahrungsergänzungsmittel im Supermarkt nutzlos und auch sehr viele aus der Apotheke. Aber auch die verbleibenden 5% haben keine Wirkung. Das klingt paradox, ist aber logisch. Eine Wirkung können nur Medikamente nachweisen, die aktiv in den Stoffwechsel eingreifen, wie z.B. Antidepressiva.

Nährstoffpräparate greifen nicht direkt in den Stoffwechsel ein, sondern verbessern lediglich die Voraussetzungen für die Stoffwechselabläufe. Dadurch kann ein Effekt erzielt werden, der dann landläufig als Wirkung missverstanden wird. Entscheidend ist aber der Nutzen. Ich kenne Medikamente gegen Alzheimer. Alle haben eine nachgewiesene Wirkung in der Gehirnzelle, der Stoffwechsel wird beeinflusst. Alle haben auch eine klinische Wirkung, also einen Effekt.
Bei Gedächtnistests mit Patientinnen und Patienten konnten sich einige, die sich zuvor nur zwei Zahlen oder Begriffe merken konnten, nach der Behandlung auf fünf Zahlen oder Begriffe steigern. Einen Nutzen hatten sie aber nicht. Die Patientinnen/Patienten waren weiterhin verwirrt und pflegebedürftig. Mit etwas Pech hatten sie sogar Nebenwirkungen im Sinne von Kreislaufschwäche, häufigeren Stürzen mit Knochenbrüchen und vorzeitigem Tod. Bei diesen Substanzen, von denen einige gar nicht zugelassen wurden, waren die Risiken zum Teil deutlich höher als der Nutzen bei zweifelsfreier Wirkung.

Bei Nahrungsergänzungsmittel kommt es deshalb darauf an, ob sie einen Effekt erzielen, und ob dieser Effekt einen Nutzen für die Verbraucher hat. Und das hängt ab von den enthaltenen Grundstoffen, deren Konzentration, Kombination und deren Dosierung.

Grundsätzlich sollten die Grundstoffe Bioqualität haben. Das ist aber nicht für jeden Grundstoff möglich. Deshalb ist das Biosiegel auch nicht entscheidend. Denn wenn der Hersteller, wegen des Biosiegels, wichtige Komponenten, die nicht in Bioqualität greifbar sind, weglässt, dann signalisiert das Siegel zwar Bioqualität, ansonsten ist es aber möglicherweise nur ein zweit- oder drittklassiges Produkt was den Nutzen angeht.
Füllstoffe, Farb- und Konservierungsstoffe sowie Geschmacksverstärker haben in Nahrungsergänzungsmittel nichts zu suchen. In Deutschland ist das für Hersteller verpflichtend. Bei ausländischen Erzeugnissen die man im Internet kaufen kann, sieht es bisweilen anders aus.

Aber auch bei inländischen Produkten gibt es „Fallen“. Phosphat ist in vielen Nahrungsergänzungsmitteln enthalten und steht in der Zutatenliste meist ganz oben. Je größer der Mengenanteil, desto höher wird der Stoff bei den Zutaten gelistet. Phosphor/Phosphat ist ein lebensnotwendiges Spurenelement und für die Knochen wichtig. Allerdings ist Phosphat in nahezu jedem Fertiglebensmittel und in fast allen Softdrinks enthalten, sodass wir im absoluten Phosphatüberschuss leben. Im Nahrungsergänzungsmittel hat Phosphat nichts zu suchen, und ist deshalb billiges und leider erlaubtes Füllmittel, das die geringen Dosierungen der eigentlich wichtigen Stoffe überdecken soll.

Einzelstoffe sind grundsätzlich problematisch. Metalle regeln sich gegenseitig über die Niere. Mit hohen Einzeldosierungen kann man den Gegenspieler ‚aus dem Körper werfen‘ und dadurch einen Mangel erzeugen. Das gilt auch für Kombinationspräparate, die falsch aufgebaut sind und in höherer Dosierung eingenommen werden.

Meinen Patientinnen und Patienten rate ich i.d.R. zu einem Kombinationspräparat, das aus über 20 Komponenten besteht. Zur Begründung: Wir haben es im Körper mit Stoffwechselketten zu tun. Zum Beispiel Sauerstoff: Wir atmen ihn ein, er durchläuft viele Zwischenstufen, und er wird dann als Kohlensäure wieder ausgeatmet. Auf diesem Wege trifft er auf hunderte unterschiedliche Enzyme und macht ebenso viele Stoffwechselzwischenschritte. Dabei werden fast alle Vitamine und lebensnotwendige Mineralien benötigt.

Mit dem Kombipräparat werden die Mehrzahl der Einzelschritte im ganzen Körper abgedeckt und mit den enthaltenen Pflanzenextrakten in ihrer Effizienz verstärkt. Hier ist für mich wichtig, dass die Einzelstoffe im richtigen Verhältnis zueinanderstehen, so dass ich mit gutem Gewissen meinen Patientinnen und Patienten, je nach Zustand, raten kann, anstatt der gesetzlich erlaubten Kapsel am Tag auch mehr, manchmal bis zu sechs Kapseln zu nehmen, ohne sie in gesundheitliche Schwierigkeiten zu bringen.

Geht es um spezielle Indikationen, zum Beispiel um Blutarmut oder Eisenmangel, – bei Frauen mit Regelblutungen nicht selten -, dann wähle ich ein Produkt, dessen Zusammensetzung Grundstoffe enthält, die das Problem lösen können. Beim Eisenmangel z.B. bevorzuge ich Curryblattextrakt, mit einer hohen Konzentration natürlich gebundenen Eisens, gepaart mit Vitaminen, die die Eisenaufnahme im Darm begünstigen. Darüber hinaus hat der Currybaum, der wissenschaftlich Murrya Koenigii heißt, weitere positive Eigenschaften.

Zitat aus ‚Useful tropical database‘ „Curryblatt enthält mehrere medizinisch aktive Bestandteile, darunter ein Glykosid namens Koenigin, ein ätherisches Öl und Tannine. Es ist ein wärmendes, stark aromatisches Kraut, das den Appetit und die Verdauung verbessert. Die Blätter, Wurzeln und Rinde können alle intern zur Behandlung von Verdauungsproblemen verwendet werden. Es wurde gezeigt, dass die Blätter die Verdauungssekrete erhöhen und Übelkeit, Verdauungsstörungen und Erbrechen lindern. Die Blätter können intern bei Verstopfung, Koliken und Durchfall eingesetzt werden. Die Blätter können äußerlich als Packung zur Behandlung von Verbrennungen und Wunden angewendet werden. Der mit Limettensaft (Citrus aurantiifolia) vermischte Fruchtsaft wird angewendet, um Insektenstiche und Stiche zu lindern.“

Natürlich gebundenes Eisen ist in der Regel im Gegensatz zu Eisensalzen gut verträglich, und ich kann auch hier als ärztlicher Berater bedenkenlos die Dosis so lange erhöhen, bis ein messbarer Effekt eintritt. In diesem genannten Fall kann das eine Besserung der Blutwerte bedeuten oder einen Rückgang der Müdigkeit oder eine Steigerung der Leistungsfähigkeit.
Für Sojapräparate und die anderen Indikationen, die ich in anderen Beiträgen angesprochen habe, gilt das auch. Grundsätzlich gilt für die Dosierung: Halten Sie sich an die Empfehlung des Herstellers. Wenn Sie höher dosieren wollen, dann holen Sie sich den Rat eines in Nährstofftherapien erfahrenen Arztes/Ärztin oder Therapeuten/in ein.

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Cholin

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Ein Hauptbestandteil eines von mir als gut eingeschätzten Leberpräparates sollte Cholin sein. Es wurde früher als Vitamin B4 bezeichnet, kann aber vom Menschen aus Folsäure und Methionin aus der Nahrung aufgebaut werden.

Cholin hat im menschlichen Körper eine hohe Bedeutung. Es ist beim Aufbau und Erhalt von Zellmembranen beteiligt und ist ein Grundstoff des Neurotransmitters Acetylcholin, der Nervenimpulse überträgt.

Die gestresste Leber kann das in der Nahrung oder im Nahrungsergänzungsmittel zusätzlich angebotene Cholin verwenden, um ihre angegriffenen Zellmembranen zu schützen, zu stabilisieren oder wiederaufzubauen. Auch dadurch wird die Leberfunktion gefördert.

Cholin, das die Leber nicht selbst verbraucht, gelangt in den gesamten Körper und kann dort die Zell- und die Nervenfunktion unterstützen.

Mehr zum Thema Verdauung im Blog

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Sodbrennen

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Magensäure hat gelegentlich auch unangenehme Seiten. Vor allem dann, wenn sie im Überschuss vorhanden ist oder den Magen in Richtung Speiseröhre verlässt.

Der Magen hat eine Art Schutzfolie und ihm macht die Säure im Normalfall nichts aus. Wenn aber der Magenpförtner nicht mehr seinen Job macht, dann kann es zum Übertritt von Magensäure in die Speiseröhre kommen und dort verätzt sie die Schleimhaut.
In leichteren Fällen ist das ein einfaches und vielfach harmloses Sodbrennen. Wird das chronisch, führt es zur Speiseröhrenentzündung und in einzelnen Fällen später zum Krebs.

Im Stress kann der Magen zuviel Säure produzieren, der die Schutzfolie überfordert. Und bei bestimmten Medikamenten, vor allem bei Schmerzmitteln, wird diese Schutzfolie angegriffen. In beiden Fällen kommt es dazu, dass die Säure den Magen angreift und sich eine Entzündung, die Gastritis, bildet.
Die Apotheken halten in solchen Fällen Präparate bereit, die i.d.R. schnell und wirksam helfen. Vor allem sind dies die Protonenpumpenhemmer, sog. PPI, die allesamt den Begriff prazol im Namen führen. Am bekanntesten sind Omeprazol und Pantoprazol.
Aber auch andere sog. Antacida sind im Angebot. Aber der Reihe nach.

Die PPI greifen in den Magenstoffwechsel ein und unterbinden die Magensäure. Damit werden alle negativen Symptome beseitigt. Aber halt auch alle positiven Wirkungen der Magensäure.
Die Nahrung wird nicht mehr desinfiziert. In den USA sterben deshalb jedes Jahr über 30.000 Menschen an einer Lungenentzündung aufgrund der PPI Einnahmen.

Fehlt die Magensäure werden Nährstoffe, insbesondere das lebensnotwendige Vitamin B12 nicht mehr vom Körper aufgenommen. Die Folge sind neurologische Erkrankungen aber auch Blutarmut, Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Depressionen bis hin zur Alzheimer Demenz.

PPIs fördern die Knochenerweichung (Osteroporose) und machen einen zuvor gesunden Magen krank.
Außerdem machen sie abhängig. Versucht man nach längerer PPI Einnahme diese Präparate wieder abzusetzen, dann produziert der Magen viel mehr Säure als zuvor. Dadurch sind die Symptome so stark wie noch nie und der Mensch greift wieder zur Tablette.

Etwas freundlicher verhalten sich die Antacida. Sie bestehen aus basischen Stoffen, die die Säure neutralisieren und dadurch die Nebenwirkungen der Magensäure verhindern. Aber auch sie haben Nachteile. Wenn der Säurewert unter ein bestimmtes Niveau abgesenkt wird, bekommt der Magen das Signal, neue Säure zu produzieren. Am Ende bewirken auch diese Präparate ein mehr an Magensäure als zuvor.
Außerdem ist bei vielen Produkten dieser Klasse Aluminium die Trägersubstanz. Aluminium wiederum steht im Verdacht, der Alzheimerentwicklung Vorschub zu leisten, weil es sich in vielen Gehirnen von Alzheimerkranken wiederfindet.

Veröffentlicht am 8. September 2020 von Hinrich Hörnlein-Rummel bei Fragen wenden Sie sich bitte an praxis@hoernlein-rummel.de, Facharzt aus Oldenburg und Berlin

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Leber & Galle

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Verlässt der Speisebrei den Magen und gelangt in den Zwölffingerdarm, dann ändern sich die Verhältnisse vollkommen. Die Säure des Magens wird neutralisiert. Ab sofort herrscht ein basisches Milieu, in dem die Verdauungsenzyme und die Dünndarmbakterien ihren Job machen können.

Ermöglicht wird dies durch Leber und Bauchspeicheldrüse. Die Leber neutralisiert mit dem Gallensaft die sauren Anteile und die Bauchspeicheldrüse liefert die notwendigen Verdauungsenzyme. 

Danach folgen mehrere Meter Dünndarm, der sich hin und her bewegt und dafür sorgt, dass der flüssige Speisebrei mit den zerkleinerten und aufgeschlossenen Nährstoffen die Darmzotten umspült, sodass die Nahrung vom Körper aufgenommen und über das Blut an die einzelnen Organe verteilt werden kann.

Damit das funktioniert, müssen Leber und Bauchspeicheldrüse Höchstleistungen erbringen. Für die Organe ist nichts planbar. Einmal essen wir fett, dann kohlenhydratarm, am nächsten Tag wird gehungert. Mal viel Alkohol, mal keiner. Dann viele Konservierungsstoffe und bei der nächsten Mahlzeit wenig usw.

Beide Organe müssen aber sofort reagieren und unmittelbar nach der Mahlzeit die Verdauungssäfte in der richtigen Zusammensetzung und ausreichender Menge zur Verfügung stellen.

Hinzu kommt, dass zumindest die Leber nebenbei auch noch alles, was vom Darm aufgenommen wird, durchsieben, checken, umbauen und wenn nötig entgiften muss, bevor es in den allgemeinen Blutkreislauf gelangt und gleichzeitig das Blut auf Altlasten prüfen, diese an Gallensäure binden und über die Galle in den Darm ausscheiden muss.

Es verwundert deshalb nicht, dass beide Organe häufig überfordert sind und es dadurch zu Verdauungsstörungen kommt.

Veröffentlicht am 8. September 2020 von Hinrich Hörnlein-Rummel bei Fragen wenden Sie sich bitte an praxis@hoernlein-rummel.de, Facharzt aus Oldenburg und Berlin

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