Omega-Fettsäuren

Bei diesen Fettsäuren handelt es sich um mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Was ist das überhaupt?

Dazu machen wir jetzt einen kurzen Ausflug in die Chemie.

Alle Fette bestehen aus Fettsäuren. Alle Fette bestehen aus Kohlenstoffatomen, das chemische Symbol ist C, die miteinander verbunden sind wie Eisenbahnwaggons. Jeder Waggon wird mit einem C gekennzeichnet. Die chemische Strukturformel sieht dann so aus.

In unserem Beispiel hat jeder Waggon zwei Kupplungen, das sind die Striche nach links und rechts, mit denen sich die C-Atome verbinden und  eine Achse, das sind die Striche nach oben und unten. Aan jeder Achse ist ein Rad. Bei den Fettsäuren ist dies ein Wasserstoffatom, das in der Chemie das Symbol H hat.

Der Grundkörper einer Fettsäure sieht deshalb so aus:

Wie wird diese Kohlenstoff-Wasserstoff-Kette nun zur Säure? Indem am ersten C-Atom eine sogenannte Carboxylgruppe andockt. Dabei handelt es sich um ein Sauerstoffatom, chemisch O und ein zweites Sauerstoffatom, das bereits ein Wasserstoffatom besitzt, chemisch OH. Das R in der Zeichung ist der Rest, in unserem Fall die Wasser-Kohlenstoffkette.

Das R in der Zeichung ist der Rest, in unserem Fall die Wasser-Kohlenstoffkette.

Und schon haben wir eine vollständige Fettsäure. Links die Lok aus einem C, einem O und einem OH, die sogenannte Carboxylgruppe, dann die Waggons, im Beispiel sind es 9 und ein weiteres H als Schlussleuchte. Viele solcher Fettsäuren ergeben dann das Fett, das wir dann im Fleich, der Wurst und den Streichfetten verzehren und verdauen.

Fettsäuren haben mindestens 4 C-Atome und in der Länge sind sie fast unbegrenzt. Kurze Fettsäuren sind vorwiegend im Öl zu finden und je länger die Kette, umso schwerer kann sie verdaut werden.

Das obige Beispiel ist eine gesättigte Fettsäure. Gesättigt heißt, dass an jedem C zwei H angedockt haben, also jeder Waggon auf 2 Rädern fährt.

Nun gibt es aber auch ungesättigte Fettsäuren, die sehen so aus:

Wir sehen hier, dass oben ein H fehlt. Damit der Zug aber nicht umfällt und entgleist, wird dieser Waggon an den nächsten zweifach angekoppelt. Das ist eine Doppelbindung und weil ein Rad fehlt ist dies eine ungesättigte Fettsäure. Würden jetzt mehrere Räder fehlen, dann haben wir eine mehrfach ungesättigte Fettsäure.

Und weil wir gerade so schön in der Chemie sind, noch eins drauf. Die Chemiker zählen die Kohlenstoffatome C, von der Schlusslaterne her durch. Das ist die Omegaposition. Wenn sie auf die erste Doppelbindung stoßen, wird die Fettsäure nach deren Position benannt. Im obigen Beispiel ist die Doppelbindung am 6. C von rechts. Es handelt sich deshalb um eine Omega-6-einfach ungesättigte Fettsäure.

Im nächsten Bild ist die Doppelbindung am 3. C vom Omegaende hergesehen, es ist deshalb eine Omega-3-Fettsäure.

Und im nächsten Bild haben wir zwei Doppelbildungen, also handelt es sich um eine mehrfach ungesättigte Fettsäure. Omega-3 oder Omega-6?

Sie erinnern sich, die erste Doppelbindung von der Laterne her gezählt gibt den Namen. Also ist eine Omega-3-mehrfach ungesättigte Fettsäure.

Warum macht die Natur so etwas und weshalb brauchen wir die Omegafette?

Wenn Sie sich die obige Formel ansehen, dann erkennen Sie, dass in der oberen H Reihe Lücken sind, während unten die H eng beieinander stehen. H sind elektrisch positiv geladen und stoßen sich gegenseitig ab.. Das bedeutet, dass sich die C Kette krümmt. Je mehr Doppelbindungen, umso komplexer ist die Krümmung. Und darum geht es der Natur. Sie braucht diese räumlichen Strukturen, um diese Omegafettsäuren in Membrane, Hormone und andere Strukturen einzubauen, weil diese nur mit Hilfe der Struktur funktionsfähig sind.

Um die vielfältigen Reparaturen, die täglich im Körper anfallen, bewältigen zu können, müssen wir ständig ausreichenden Vorrat an diesen Fettsäuren haben.

Die Omegafettsäuren sind essentiell. Das heißt, unser Körper ist nicht in der Lage, diese besondere Art der Fettsäuren herzustellen. Wir können gesättigte Fette herstellen, fast ohne Ende. Das macht der Körper, wenn wir zuviel essen. Dann wird die Nahrung, insbesondere Zucker und andere Kohlenhydrate in gesättigte Fettsäuren umgewandelt und im Bauch, Po, Beine abgelagert.

Ungesättigte Fettsäuren können wir nicht produzieren und müssen sie deshalb mit der Nahrung zu uns nehmen.

Dabei gibt es noch zwei Dinge zu beachten. Wie schon berichtet, sind diese Fettsäuren unter Spannung. Bekommen sie Energie, z.B. durch Erhitzen, dann platzen die Doppelbindungen auf und die dann freien Achsen verbinden sich mit einem H und werden zur gesättigten Fettsäure. Sie hat dann nur noch Kalorien, ist aber nicht mehr für die Zellreaparatur oder Aufbau geeignet.

Deshalb sollte man kaltgepresste Öle nehmen und diese nicht zum Braten verwenden und am besten kalt im Smoothie oder im Salatdressing zu sich nehmen oder in einer guten Nahrungsergänzung.

Das zweite ist ein Trick der Industrie.

Im Bild oben sind alle H der unteren Reihe vorhanden. Das nennt man die cis Position und sie erzeugt die Spannung und die Faltung der Fettsäure im richtigen Plan.

Die Industrie hat nun einen Trick ersonnen, hitzebeständige Omegafettsäuren zu erzeugen. Bei dieser Form wandert ein H noch oben, aus der cis in die trans Position. Die Fettsäure hat immer noch die Doppelbindungen, aber die Spannung ist weg. Dadurch wird sie zwar hitzebeständig, aber biologisch wertlos, weil die Strukturfaltung ausbleibt. Einige Forscher sind sogar der Meinung, dass sie gesundheitsgefährdend sind, weil sie die Position der cis Omegafettsäure einnehmen und damit Organfunktionen verhindern. Das ist als wenn Sie ein Auto haben, das so aussieht wie ein Auto, auch alle Bestandteile hat, aber nicht fährt, weil der Benzintank falsch angeschlossen ist.

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Gibt es ein natürliches Benzodiazepin?

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Das ist eine der ganz wichtigen Fragen in der Medizin. Denn die Beruhigungsmittel, Tranquilizer und Schlafmittel, Hypnotika, die chemisch zumeist zu den Benzodiazepinen gehören, sind bei den Verordnungen ganz oben.

Die Statistik der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen weist aus, dass 7,7% der Deutschen mindestens ein Mal im Jahr ein solches Medikament eingenommen haben. Frauen führen dabei mit 9,6%, während Männer mit 5,8% ein wenig hinterher hinken. 

Wenn man bedenkt, dass die Benzos, bekannteste Vertreter sind Valium (Diazepam) und Tavor (Lorazepam) außer Müdigkeit keine größeren Akutnebenwirkungen haben, dann wäre ja alles in Ordnung.

Leider gibt es aber einen Haken. Benzos machen süchtig. Laut Angaben der bereits zitierten Hauptstelle sind schätzungsweise 1,4 – 1,5 Millionen Menschen abhängig von Medikamenten mit Suchtpotenzial und davon 1,1 – 1,2 Millionen Menschen abhängig von Benzodiazepinen.

Es scheint so, dass die Fähigkeit, sich selbst auszuhalten, immer mehr abnimmt. Das kann an der zunehmenden Reizüberflutung liegen, vielleicht aber auch an den geänderten Lebens- und Ernährungsgewohnheiten oder an beidem.

Für viele Betroffene führt der Weg aus der Krise durch Achtsamkeit und Psychotherapie. Vielen anderen ist der Weg aber verschlossen. Zum Teil weil ihnen der innere Zugang fehlt, zum anderen weil es gar nicht so einfach ist, einen Therapieplatz zu bekommen, den dann auch die Krankenkasse zahlt. 

Hinzu kommt, dass die Psychotherapie nach wie vor wie ein Gefahrgut behandelt wird. Sie muss aufwändig beantragt werden und ist streng limitiert, sowohl was die Methoden als auch die Dauer angeht. Da ist es einfacher, zum Rezeptblock zu greifen und eine – vorübergehende – Lösung anzubieten.

Nun gibt es seit Jahrtausenden Pflanzenstoffe, die ebenfalls beruhigend, entspannend und schlaffördernd wirken, ohne die Abhängigkeitsgefahr. In der Volksmedizin sind sie weiterhin verankert, nur aus dem etablierten Medizinbetrieb wurden sie im Laufe der letzten Jahrzehnte verbannt.

Es wurden bestimmte Studiennachweise zur Wirksamkeit gefordert und alle Arzneien, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, wurden aus dem Erstattungssystem der Krankenkassen ausgeschlossen. Das war und ist der sichere Tod eines Mittels.

Das Ganze war und ist unfair. Die geforderten Studien sind teuer und können im Prinzip nur von Firmen gemacht werden, die danach ein patentgeschütztes Präparat über viele Jahre teuer verkaufen können, um die Kosten wieder einzuspielen.

Natur kann man nicht per Patent schützen. Wer solche Studien für sein Präparat macht, ist von vornherein pleite, da er niemals mehr die Kosten dafür einnehmen kann.

Aber es gibt Auswege. Immer mehr Menschen vertrauen den eigenen, selbstgemachten Erfahrungen und versorgen sich selbst mit den für sie sinnvollen und hilfreichen Natursubstanzen. Und davon gibt es reichlich.

Wie bei den natürlichen Antidepressiva rate ich von Einzelsubstanzen ab. Nicht, weil die im Einzelfall nicht hilfreich sein können. Sondern weil auch hier die Stoffwechsel-Bedürfnisse von Mensch zu Mensch verschieden sind und sogar innerhalb ein- und desselben Menschen zu unterschiedlichen Zeiten und in unterschiedlichen Situationen unterschiedliche Stoffwechsellagen bestehen, die dann differenzierte Antworten brauchen.

Deshalb rate ich zu Mischpräparaten, die mit unterschiedlichen Ansätzen ein möglichst breites Wirkspektrum versprechen. Ein geeignetes Präparat könnte z.B. so aufgebaut sein:

  • Lavendelblüten-Pulver
  • Melissen-Extrakt
  • Hopfenzapfen-Pulver
  • Coffea arabica
  • Passionsblumen-Extrakt
  • Rosenwurz-Extrakt
  • Baldrian-Extrakt
  • Johanniskraut-Pulver
  • Melonen-Extrakt
  • Safran-Extrakt
  • B-Vitamine

Die einzelnen Bestandteile haben folgende Eigenschaften bzw. Vorzüge:

Safran · Viele Studien zu Safran dokumentieren die positiven Ergebnisse bei der Behandlung von leichten bis mittelschweren Depressionen. Studien zum Vergleich von Safran mit chemisch definierten Antidepressiva belegen eine übereinstimmende therapeutische Wirkung und ein vorteilhaftes Sicherheitsprofil. 
Beim direkten Vergleich mit selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI) erwies sich Safran bei der Verbesserung des Depressions-Scores als ebenso wirksam wie Fluoxetin (Prozac) und Imipramin, jedoch als besser verträglich.

Melonen-Extrakt mit SOD · Jüngste Studien haben einen Zusammenhang zwischen psychischem Stress (auf Subjektebene) und oxidativem Stress (auf Zellebene) gezeigt. 
SOD (Superoxiddismutase) ist das wichtigste antioxidative Enzym in lebenden Zellen und Organismen und gilt als starkes enzymatisches Antioxidans, das gegen oxidativen Zellstress kämpfen kann. Kürzlich wurde in einer klinischen Pilotstudie gezeigt, dass eine 28-tägige Ergänzung mit einer im Handel erhältlichen bioaktiven SOD-Quelle Stress reduzieren und die Lebensqualität erhöhen kann.

Rosenwurz (Wikipedia) · „… Rosenwurz ist eine adaptogene Heilpflanze, die seit langem medizinische Verwendung in russischen, baltischen und skandinavischen Ländern findet, sowohl als Tee als auch in Form von Extrakten. Auch in anderen Ländern verbreitet sich die traditionell begründete oder volksheilkundliche Anwendung von Zubereitungen des Rosenwurzrhizoms zur Steigerung der Leistungsfähigkeit und zum Stressabbau. 
Die Wirkungen werden möglicherweise durch Änderungen des Serotonin- und Dopamin-Niveaus vermittelt: etwa über eine Hemmung der Monoamin-Oxidase, eine bessere Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke für Neurotransmittervorstufen und einen Einfluss auf Opioidpeptide (z.B. Endorphine), auch eine verminderte Ausschüttung von Stresshormonen wird diskutiert…
In einem Beurteilungsbericht wertete die europäische Arzneimittelagentur (EMA) Studien zu folgenden Anwendungsgebieten aus: stressbedingte Erschöpfung/Müdigkeit, physische Leistungsfähigkeit, mentale/kognitive Leistungsfähigkeit, nachtschichtbedingte Müdigkeit, Schlafarchitektur, Episoden leichter bis mittelschwerer Depressionen, generalisierte Angststörung. ….. . wird bei gleichzeitigem Fehlen gravierender Nebenwirkungen das Nutzen-Risiko-Verhältnis für die Anwendung zur vorübergehenden Linderung von Stresssymptomen wie Erschöpfung und Schwächegefühl als positiv beurteilt. 

Melisse (Deutsche Apothekerzeitung online) · „Melissenblätter (Melissae folium) enthalten ätherisches Öl, das einen hemmenden Einfluss auf die GABA-Transaminase hat. Das Enzym ist für den Abbau des hemmenden Botenstoffs Gamma-Aminobuttersäure (GABA) verantwortlich. Hauptkomponenten des ätherischen Öls sind Citral und Citronellal. Weitere Inhaltsstoffe sind unter anderem Gerbstoffe (z.B. Rosmarinsäure), Flavonoide und Phenolcarbonsäuren. Die Substanz wirkt beruhigend und ist bei nervös bedingten Einschlafstörungen indiziert.“ 

Passionsblume (Apothekenumschau Heilpflanzenlexikon) ·  „Zubereitungen aus Passionsblumenkraut besitzen angstlösende und beruhigende Eigenschaften – das zeigen Laborversuche. Welche Inhaltsstoffe die Wirkungen hervorrufen, konnten Forscher bislang noch nicht klären. Ebenso ist über den Wirkmechanismus wenig bekannt. Versuche weisen darauf hin, dass Passionsblume mit Botenstoffen im Gehirn wechselwirkt.
Laut Studien können Passionsblumenextrakte bei nervöser oder ängstlicher Unruhe und Reizbarkeit hilfreich sein. Die Heilpflanze kann auch das Einschlafen erleichtern. Hierfür wird sie meist mit ähnlich wirkenden Kräutern wie Baldrian oder Hopfen kombiniert.“

Lavendelextrakt (Carstensstiftung) ·„Patienten mit Angststörungen profitieren von Präparat mit Lavendelöl. Eine Studie zeigt, dass pflanzliche Alternativen zur Regulierung der Psyche genauso wirksam sein können wie konventionelle Medikamente. Ein absolutes Plus des Natur-Medikaments: weniger Nebenwirkungen und bessere Absetzbarkeit. Als Ergebnis der aussagekräftigen Studie kam heraus, dass das Lavendelöl-haltige Präparat bei Patienten mit generalisierter Angststörung (GAD) ebenso gut abschnitt wie das in Standardmedikamenten enthaltene Paroxetin. Nicht nur verbesserte das Präparat Angst- und Unruhezustände bei den Patienten, sondern es wirkte auch anti-depressiv bzw. gemütsaufhellend.“

Hopfenzapfen (Apothekenumschau Heilpflanzenlexikon) · „Hopfen wirkt beruhigend und verbessert den Schlaf. Das zeigen zumindest Experimente im Labor. Hopfen-Inhaltsstoffe greifen dabei an verschiedenen Andockstellen im Körper an, die den Schlaf-Wach-Rhythmus steuern. Möglicherweise hat Hopfen einen ähnlichen Effekt wie das körpereigene Schlafhormon Melatonin.
Es gibt bislang keine Studien, die Forscher ausschließlich mit Hopfen durchgeführt haben. In den meisten Fällen haben die Studienteilnehmer eine Kombination aus Hopfen und Baldrian eingenommen. Die beiden Pflanzen haben unterschiedliche Angriffspunkte im Körper und ergänzen sich in ihrer schlaffördernden Wirkung. Wer schlecht einschläft oder durchschläft, sollte daher beide Kräuter kombiniert anwenden.
Der Effekt ist mild und tritt nicht sofort ein. Dafür sind bisher auch keine Nebenwirkungen bekannt. So führen chemische Schlafmittel – im Gegensatz zu Hopfen und Baldrian – häufig zu einem „Hangover“ (Überhang) am nächsten Morgen. Der Betroffene fühlt sich müde und ist wacklig auf den Beinen.“

Baldrian (Apothekenumschau) · „Schlafstörungen. Das Zusammenspiel verschiedener Inhaltsstoffe ist für die bekannten Effekte des Baldrians verantwortlich. Laborexperimente zeigen, dass die wirksamen Substanzen mit speziellen Botenstoffen und schlaffördernden Substanzen im Gehirn interagieren. Baldrian scheint sich auf diese Weise positiv auf den Schlaf auszuwirken. Auszüge aus der Pflanze erleichtern das Einschlafen und verbessern wohl auch das Durchschlafvermögen. Besonders bei leichten Schlafstörungen gehört Baldrian zu den beliebtesten pflanzlichen Mitteln. Häufig wird er mit ähnlich wirkenden Heilkräutern kombiniert, etwa Melisse, Passionsblume oder Hopfen.
Nervöse Unruhe. Studien legen zudem nahe, dass Baldrian beruhigende und angstlösende Effekte hat. Wer beispielsweise Angst vor einer Prüfung hat oder in Stresssituationen unter nervöser Unruhe leidet, kann – in Absprache mit dem Arzt – auf ein Baldrianpräparat setzen.“

Coffea arabica · Hier wird nicht der Kaffee sondern ein Extrakt des Samens verwendet, der Tein. Dieser enthält eine beruhigende und schlaffördernde Substanz.

Johanniskraut ist eine, auch in der Schulmedizin anerkannte Substanz und wird in den deuschen nationalen Therapieleitlinien zur Behandlung von leichten und mittelschweren Depressionen empfohlen.

Tavor expidet, ein häufig bei Angst- und Panikerkrankungen verordneter Tranquillizer auf Benzodiazepinbasis wirkt innerhalb von 20 Minuten. Das kann man von einem Naturpräparat nicht erwarten. In der Regel dauert es ein paar Tage, bis man eine allgemeine Änderung, Beruhigung, Entspannung oder Schlafverbesserung bemerkt. Es macht also wenig Sinn, die ‚Naturpillle‘ nur dann ‚einzuwerfen‘, wenn man in einer akuten Ausnahmesituation ist.

Sinnvoll ist die Einnahme über einen längeren Zeitraum von 1-3 Monaten. Tritt in dieser Zeit keine Wirkung ein, dann ist das nicht der richtige Weg und Alternativen sollten gesucht und in Anspruch genommen werden.

Aber auch, wenn die Mischung hilft, sollten Sie sich überlegen, wie und warum sie in die Krise gekommen sind und sich u.U. Hilfe, z.B. im Rahmen einer wie auch immer gearteten Psychotherapie holen.

Naturheilkunde ist ganzheitlich und das alleinige kurieren am Symptom löst die eigentlichen Probleme auf Dauer nicht.

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Burn Out & Trauma

burnout

Wussten Sie schon, dass ein Burn Out häufig mit einer Nebennierenschwäche zu tun hat & diese wiederum mit Trauma?
Und was die Lösung hierfür ist?

Von einem Burn Out, also Symptomen von Erschöpfung, Kraftlosigkeit & Depression, ist fast jeder zweite Deutsche einmal in seinem Leben betroffen.
Wer einmal in einem Burn Out war, weiß wie schwer es ist hier wieder heraus zu finden, einfach weil dem Körper die Kraft & Energie dazu fehlt.
Die Ursache wird häufig in zuviel Arbeit, Stress oder Lebensumbrüchen gesehen. Das ist erst einmal richtig. Diese können der Auslöser für ein Burn Out sein.
Aber sie sind nicht die Ursache!!!

Die Ursache ist vielen, oft auch Ärzten völlig unbekannt.
Sie liegt nämlich sehr oft in einer Nebennierenschwäche. Wird diese nicht behandelt kann das Burn Out nicht gehen, der Betroffene wird einfach nicht mehr gesund.
Die Nebennieren produzieren über 40 Hormone, unter anderem Adrenalin & Cortisol. Bei zu viel Stress wird vermehrt Adrenalin & Cortisol ausgeschüttet.
Bei traumatisierten Menschen ist Stress ein Dauerzustand, insbesondere wenn sie unter mehreren & länger andauernden Traumatisierungen (komplexe Traumatisierung) leiden.
Die Folge davon ist, dass sich die Nebennieren irgendwann erschöpfen.

In meiner Praxis erlebe ich das bei vielen Klienten, allerspätestens wenn sie das 40. oder 50. Lebensjahr erreicht haben, oft wesentlich früher.

Folgende Symptome weisen auf eine Nebennierenschwäche hin:
• Sie kommen morgens nicht aus dem Bett & fühlen sich schon beim Aufstehen erschöpft.
• Abends erleben Sie eher ein Energiehoch.
• Sie brauchen ständig Stimulanzien wie Kaffee oder andere koffeinhaltige Getränke, Schokolade, Zigaretten &/oder Süßigkeiten, um über den Tag zu kommen.
• Sie sind innerlich unruhig.
• Sie erleben gesteigerte Ängste & Depressionen.
• Sie haben Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren, Ihr Gedächtnis lässt nach.
• Sie sind schnell ungeduldig.
• Sie leiden an Schlaflosigkeit.

Bleibt die Nebennierenschwäche weiterhin unerkannt, kann es zu einer Immunschwäche & diversen Erkrankungen kommen, denn die Zellabwehr funktioniert dann ebenfalls nicht mehr gut.
Eine Nebennierenschwäche lässt sich sehr einfach über einen Cortisoltest (Speicheltest) feststellen.
Anhand dieses Testes kann ein detailliertes Tagesprofil erstellt werden, welches genau darstellt, wann & in welchem Umfang Ihre Nebennieren Cortisol ausschütten.
Entsprechend dem Ergebnis verordnet Ihr Arzt oder Heilpraktiker Ihnen dann Ihre Medikation.
Wenn Sie Glück haben, reichen hochdosierte Vitamine/Mineralstoffe aus, dazu manchmal noch ein homöopathisches Komplexmittel.
Unterstützend kann auch die Gabe von Nebennieren-Zellextrakten aus Rinder-Nebennieren sein.
Diese haben mehrheitlich keine Nebenwirkungen & liefern wichtige Bausteine für die Wiederherstellung einer gesunden Nebennierenfunktion.

Da eine Nebennierenschwäche lebensgefährlich werden kann, sollte sie in jedem Fall von einem Arzt oder Heilpraktiker behandelt werden.
Wichtig ist nun auch, dass Sie Ihren Lebenswandel umstellen – mehr Ruhe, mehr Rhythmus, Ernährungsumstellung, kein Koffein & nur moderater Sport.
Zuviel Sport führt zur weiteren Erschöpfung.
Und: untersuchen Sie Ihre Biographie darauf, ob Sie mehrere Traumata erlebt haben.
Sollte dies der Fall sein, dann suchen Sie sich einen guten Traumatherapeuten, am besten einen, der körperorientiert arbeitet, so wie mit Somatic Experiencing.
Denn Ihr Nervensystem muss nun lernen sich besser zu regulieren, so dass die Nebennieren wieder mehr entlastet werden.

So finden Sie Ihren Weg aus Erschöpfung & Burn Out!

Beitrag von Gastautorin Christine Seidel:
Christine Seidel ist Heilpraktikerin (Psychotherapie), Dipl. Sozialpädagogin & Autorin. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Traumatherapie. Hier ist sie sowohl Expertin als auch Betroffene.
Sie verantaltet neben der Einzel- auch Gruppenarbeit sowie Workshops, z.B. Basics für Traumabetroffene.
Christine Seidel ist in den verschiedenen Verfahren ausgebildet, u.a. in ‚Somatic Experiencing‘ nach Dr. Peter Levine, EMDR, TRIMB, Traumafachberatung & -pädagogik (DeGPT), ‚Tiefenpsychologisch fundierter & existentiell orinentierter Psychotherapie‘ nach Christian Meyer, NLP, systematisches Coaching, Familienaufstellung & Thetahealing.
Ihre Arbeit ist durch Klarheit, Effizienz, hohe Empathie & eine gute Intuition gekennzeichnet. Sie verwendet dabei neueste Erkenntnisse der Neurobiologie & der Bewusstseinsforschung.

Workshop

Zum Buch Basics für Traumabetroffene
In Berlin-Schöneberg
Was ist ein Trauma?
Trauma & Gehirn/Nervensystem
Was hilft – Vorstellung der besten Traumatherapiemethoden
Erlernen erster Übungen zur Selbstregulation & Stabilisierung

Termine & verbindliche Anmeldung unter traumatherapiepraxis-berlin.de

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