Nahrungsergänzungsmittel bei grünem Star – Glaukom

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Da die eigentlichen Ursachen des Glaukoms entzündliche Prozesse sind, durch die der hohe Augeninnendruck entsteht, empfehle ich auch hier Antioxidantien.
Jeder entzündliche Prozess geht mit erhöhtem Anteilen von Freien Radikalen einher, die wiederum die Umgebung, hier das Trabekelmaschenwerk schädigen. Die Trabekel verklumpen und können den Kammerwasserabfluss nicht mehr regulieren.

Antioxidantien neutralisieren den Überschuss an Freien Radikalen und sind deshalb sowohl zur Vorbeugung aber auch zur Unterstützung der ärztlichen Behandlung sinnvoll.
Selbstverständlich ist auch hier eine entsprechend angepasste Ernährung das A & O. Aber darüberhinaus würde ich auf eine gezielte Nährstoffgabe nicht verzichten.

Allerdings gibt es nur wenige Nährstoff-Präparate, die gezielt auf diese Erkrankung beziehungsweise die Unterstützung der Behandlung oder die Prävention ausgerichtet sind und nur wenige, die nach meiner Vorstellung her empfehlenswert sind.
Grundsätzlich sollte es einen hohen Anteil von Antioxidantien enthalten. Es sollte frei sein von zusätzlich belastenden Stoffen, wie Farbstoffen, Füllstoffen, Konservierungsstoffen, Geschmacksverstärkern usw. und natürlich ohne Zucker oder Stärken angeboten werden. Auch Phosphat, das wir überreichlich in der Nahrung haben, hat in einem solchen Präparat nichts zu suchen und ist aus meiner Sicht ein sicherer Anhaltspunkt für minderwertige Qualität.

Daneben lege ich Wert auf bestimmte Pflanzenstoffe, die die antioxidative Wirkung der Vitamine verstärken und eine Reihe von Spurenelementen, die in den Stoffwechselketten von der Nährstoffaufnahme bis hin zur Ausscheidung der Schlacken eine Rolle spielen.
Auch ist darauf zu achten, dass die Dosisverhältnisse von Spielern und Gegenspielern so gewählt sind, dass auch bei höheren Dosierungen keine Anreicherung des einen oder übermäßiges Ausscheiden des anderen Stoffes passiert.
Letzteres ist deshalb besonders wichtig, weil ich in akuten Fällen auch mal das bis zu 6-fache der vom Gesetzgeber erlaubten Tageshöchstdosis empfehle. Diesem Hinweis sollten Sie aber nur nach Absprache mit Ihrer Ärztin/Arzt bzw. Therapeuten/in folgen.

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Omega-Fettsäuren

Bei diesen Fettsäuren handelt es sich um mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Was ist das überhaupt?

Dazu machen wir jetzt einen kurzen Ausflug in die Chemie.

Alle Fette bestehen aus Fettsäuren. Alle Fette bestehen aus Kohlenstoffatomen, das chemische Symbol ist C, die miteinander verbunden sind wie Eisenbahnwaggons. Jeder Waggon wird mit einem C gekennzeichnet. Die chemische Strukturformel sieht dann so aus.

In unserem Beispiel hat jeder Waggon zwei Kupplungen, das sind die Striche nach links und rechts, mit denen sich die C-Atome verbinden und  eine Achse, das sind die Striche nach oben und unten. Aan jeder Achse ist ein Rad. Bei den Fettsäuren ist dies ein Wasserstoffatom, das in der Chemie das Symbol H hat.

Der Grundkörper einer Fettsäure sieht deshalb so aus:

Wie wird diese Kohlenstoff-Wasserstoff-Kette nun zur Säure? Indem am ersten C-Atom eine sogenannte Carboxylgruppe andockt. Dabei handelt es sich um ein Sauerstoffatom, chemisch O und ein zweites Sauerstoffatom, das bereits ein Wasserstoffatom besitzt, chemisch OH. Das R in der Zeichung ist der Rest, in unserem Fall die Wasser-Kohlenstoffkette.

Das R in der Zeichung ist der Rest, in unserem Fall die Wasser-Kohlenstoffkette.

Und schon haben wir eine vollständige Fettsäure. Links die Lok aus einem C, einem O und einem OH, die sogenannte Carboxylgruppe, dann die Waggons, im Beispiel sind es 9 und ein weiteres H als Schlussleuchte. Viele solcher Fettsäuren ergeben dann das Fett, das wir dann im Fleich, der Wurst und den Streichfetten verzehren und verdauen.

Fettsäuren haben mindestens 4 C-Atome und in der Länge sind sie fast unbegrenzt. Kurze Fettsäuren sind vorwiegend im Öl zu finden und je länger die Kette, umso schwerer kann sie verdaut werden.

Das obige Beispiel ist eine gesättigte Fettsäure. Gesättigt heißt, dass an jedem C zwei H angedockt haben, also jeder Waggon auf 2 Rädern fährt.

Nun gibt es aber auch ungesättigte Fettsäuren, die sehen so aus:

Wir sehen hier, dass oben ein H fehlt. Damit der Zug aber nicht umfällt und entgleist, wird dieser Waggon an den nächsten zweifach angekoppelt. Das ist eine Doppelbindung und weil ein Rad fehlt ist dies eine ungesättigte Fettsäure. Würden jetzt mehrere Räder fehlen, dann haben wir eine mehrfach ungesättigte Fettsäure.

Und weil wir gerade so schön in der Chemie sind, noch eins drauf. Die Chemiker zählen die Kohlenstoffatome C, von der Schlusslaterne her durch. Das ist die Omegaposition. Wenn sie auf die erste Doppelbindung stoßen, wird die Fettsäure nach deren Position benannt. Im obigen Beispiel ist die Doppelbindung am 6. C von rechts. Es handelt sich deshalb um eine Omega-6-einfach ungesättigte Fettsäure.

Im nächsten Bild ist die Doppelbindung am 3. C vom Omegaende hergesehen, es ist deshalb eine Omega-3-Fettsäure.

Und im nächsten Bild haben wir zwei Doppelbildungen, also handelt es sich um eine mehrfach ungesättigte Fettsäure. Omega-3 oder Omega-6?

Sie erinnern sich, die erste Doppelbindung von der Laterne her gezählt gibt den Namen. Also ist eine Omega-3-mehrfach ungesättigte Fettsäure.

Warum macht die Natur so etwas und weshalb brauchen wir die Omegafette?

Wenn Sie sich die obige Formel ansehen, dann erkennen Sie, dass in der oberen H Reihe Lücken sind, während unten die H eng beieinander stehen. H sind elektrisch positiv geladen und stoßen sich gegenseitig ab.. Das bedeutet, dass sich die C Kette krümmt. Je mehr Doppelbindungen, umso komplexer ist die Krümmung. Und darum geht es der Natur. Sie braucht diese räumlichen Strukturen, um diese Omegafettsäuren in Membrane, Hormone und andere Strukturen einzubauen, weil diese nur mit Hilfe der Struktur funktionsfähig sind.

Um die vielfältigen Reparaturen, die täglich im Körper anfallen, bewältigen zu können, müssen wir ständig ausreichenden Vorrat an diesen Fettsäuren haben.

Die Omegafettsäuren sind essentiell. Das heißt, unser Körper ist nicht in der Lage, diese besondere Art der Fettsäuren herzustellen. Wir können gesättigte Fette herstellen, fast ohne Ende. Das macht der Körper, wenn wir zuviel essen. Dann wird die Nahrung, insbesondere Zucker und andere Kohlenhydrate in gesättigte Fettsäuren umgewandelt und im Bauch, Po, Beine abgelagert.

Ungesättigte Fettsäuren können wir nicht produzieren und müssen sie deshalb mit der Nahrung zu uns nehmen.

Dabei gibt es noch zwei Dinge zu beachten. Wie schon berichtet, sind diese Fettsäuren unter Spannung. Bekommen sie Energie, z.B. durch Erhitzen, dann platzen die Doppelbindungen auf und die dann freien Achsen verbinden sich mit einem H und werden zur gesättigten Fettsäure. Sie hat dann nur noch Kalorien, ist aber nicht mehr für die Zellreaparatur oder Aufbau geeignet.

Deshalb sollte man kaltgepresste Öle nehmen und diese nicht zum Braten verwenden und am besten kalt im Smoothie oder im Salatdressing zu sich nehmen oder in einer guten Nahrungsergänzung.

Das zweite ist ein Trick der Industrie.

Im Bild oben sind alle H der unteren Reihe vorhanden. Das nennt man die cis Position und sie erzeugt die Spannung und die Faltung der Fettsäure im richtigen Plan.

Die Industrie hat nun einen Trick ersonnen, hitzebeständige Omegafettsäuren zu erzeugen. Bei dieser Form wandert ein H noch oben, aus der cis in die trans Position. Die Fettsäure hat immer noch die Doppelbindungen, aber die Spannung ist weg. Dadurch wird sie zwar hitzebeständig, aber biologisch wertlos, weil die Strukturfaltung ausbleibt. Einige Forscher sind sogar der Meinung, dass sie gesundheitsgefährdend sind, weil sie die Position der cis Omegafettsäure einnehmen und damit Organfunktionen verhindern. Das ist als wenn Sie ein Auto haben, das so aussieht wie ein Auto, auch alle Bestandteile hat, aber nicht fährt, weil der Benzintank falsch angeschlossen ist.

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Makula & Makuladegeneration

Der höchste Anteil der Erblindungen, nämlich 50% geht zu Lasten der altersbedingten trockenen Makuladegeneration (AMD).
Der größte Risikofaktor, dieses Leiden zu bekommen steht schon im Namen, es ist das Alter. Allerdings ist das Alter nicht das einzige Risiko & streng genommen ist auch nicht das Alter an der Krankheit schuld, sondern eine Reihe von Umständen, die direkt oder indirekt mit dem Alter zusammenhängen.
Aber der Reihe nach.

In den Beiträgen zum Glaukom habe ich mich schon mit der Anatomie der Augen beschäftigt. Beim Glaukom liegt das Problem im vorderen, bei der AMD im hinteren Augenabschnitt, genauer gesagt im Bereich der Netzhaut. So ziemlich in der Mitte der Netzhaut findet sich ein etwa linsengroßes Areal, die Makula.
Auf dem unteren Bild ist sie mit einem Kreis umgeben.

Die Makula, wissenschaftlich als Macula lutea bezeichnet, heißt übersetzt der gelbe Fleck. Gelb deshalb, weil er einen hohen Anteil des gelben Farbstoffs Lutein enthält. Bei unserem Bild, das mit einer Augen(Fundus)kamera aufgenommen wurde, wird der Fleck aufgrund der verwendeten Farbfilter dunkelbraun dargestellt. Das gelbe Areal rechts davon ist der Sehnerv.


In der Makula befindet sich die Stelle des schärfsten Sehens, die Fovea Centralis, auf deutsch die zentrale Mulde.
Es handelt sich tatsächlich um eine Vertiefung in der Netzhaut, wie Sie es im nachfolgenden Bild, einem Computerschnitt durch die Netzhaut, sehen können.

In der Mitte sehen Sie die zentrale Grube, rechts & links die „normale“ Netzhaut mit der grünen Oberschicht. Unter der Oberschicht finden Sie einen dünnen blauen Streifen. In diesem Streifen finden sich die eigentlichen Sehzellen. Nahezu in der gesamten Netzhaut werden diese Zellen von der grünen Schicht geschützt, nur in der zentralen Grube liegen sie offen & ungeschützt.

In diese Grube wird von der Linse her das Licht gebündelt aufgenommen. Dort sind die meisten Sehzellen pro Quadratmillimeter & deshalb ist dort der Ort des schärfsten Sehens. Wenn wir geradeaus schauen & die Augen ruhig halten, sehen wir sehr gut das, was direkt vor uns ist. Was sich schon wenige Winkelgrade weiter rechts, links, oben oder unten befindet, sehen wir zwar, wenn wir aber genau sehen wollen, was es ist, müssen wir direkt hinsehen & das Objekt mit den Augen fixieren.

Je weiter am Rand sich das Objekt befindet, desto schwieriger ist es, es zu erkennen & ganz am Rand können wir eigentlich nur noch Bewegungen bewusst wahrnehmen.
Der Nachteil, dass die Augen nur einen winzigen Ausschnitt aus dem Sehfeld scharf erkennen können wird ausgeglichen durch die enorme Beweglichkeit der Augen & des Kopfes, was uns, zumindest wenn wir Kopf & Hals noch bewegen können, fast einen Rundum Blick haben.
Die Konzentration des Lichtes auf den einen, ungeschützten Punkt in der Netzhaut, hat aber auch einen Nachteil.
Sonnenlicht ist immer energiehaltig. Je heller es ist & je höher der Anteil an energiereicher UV-Strahlung, umso mehr Schädigungspotential hat es auch.

Jeder kennt den Versuch, mit einem Brennglas Papier oder Holz zu entzünden. Unsere Augenlinsen funktionieren genauso wie ein Brennglas & unsere Netzhaut, hier vor allem die Makula reagiert wie ein Stück Papier. Es verbrennt zwar nicht mit lodender Flamme, aber es entzündet sich, wie die Haut beim Sonnenbrand, so stark, dass im schlimmsten Fall die Sehzellen zerstört werden & Sehstörungen bis hin zur Blindheit eintreten.
Deshalb sollte man niemals direkt in die Sonne schauen, bei starker Sonneneinstrahlung eine Sonnenbrille tragen & beim Schweißen oder beim Umgang mit Energielasern, auch als Zuschauer eine Schutzbrille tragen, die die energiereichen Strahlen absorbiert & dadurch die Augen schützt.

Aber nicht nur Extremlicht gefährdet unser Sehvermögen. Jedes Licht bringt Energie auf die Zellen der Makula. Nicht verbrauchte, überschüssige, Energie wirkt sich negativ auf die Augenzellen aus.
Die Hauptgefahr droht aber noch an anderer Stelle. Wenn 90% des Lichtes in der zentralen Mulde ankommt & dort die meisten Sehzellen sitzen, dann muss das Licht dort auch verarbeitet & in Nervenimpulse umgewandelt werden. Das ist ein energieintensiver Vorgang, der große Mengen an ATP, dass ist die körpereigenen Energiewährung verbraucht. ATP wird in den Mitochondrien, den Kraftwerken der Zellen, aus Blutzucker & Sauerstoff hergestellt. Bei der ATP Produktion entstehen Unmengen von Freie Radikale.

Die Sehzellen haben pro Zelle mit 2.000 bis 2.500 Mitochondrien die meisten Kraftwerke & damit auch die höchste Energieproduktion pro Zelle & damit auch den größten Anfall von Freie Radikale.
Weil in der zentralen Grube auch noch der Schutz der grünen Schicht weg fällt, hat sich die Natur einen besonderen Schutzmechanismus einfallen lassen.
Es handelt sich dabei um eine Art innere Sonnenbrille durch den gelben Farbstoff Lutein.
Je kürzer die Wellenlänge, desto schädlicher ist das Licht für das Auge. Das Licht mit der kürzesten Wellenlänge im sichtbaren Licht ist das blaue Licht, noch kürzer ist das UV-Licht im unsichtbaren Spektrum.
Blaues Licht & das noch kürzere UV-Licht kann durch das Gelb des Luteins neutralisiert werden. Die Lichtwellen werden vom gelben Farbstoff aufgenommen, der allerdings dabei verbraucht wird. Im Gegensatz zur Sonnenbrille, die 100 Jahre & länger blaues oder UV-Licht neutralisieren kann, ohne dass „nachgefüllt“ werden muss, ist das Lutein unserer inneren Sonnenbrille ein Verbrauchsgut & muss ständig ersetzt werden.

Fehlt es irgenwann, dann ist der gelbe Fleck nicht mehr gelb & die Sonnenstrahlen aber auch die Freie Radikale im Augenstoffwechsel haben freie Bahn & „verbrennen“ das Gewebe. Stoffwechsel-Schlacken können dann nicht mehr abtransportiert werden. Sie legen sich dann wie ein grauer Film über der Netzhaut ab & behindern dann die freie Sicht nach vorn.
Dies & das allmähliche Absterben der Sehzellen führen dann zur AMD, der sich zunächst als grauer Schatten in der Mitte des Sehzentrums zeigt & dann immer größer wird. An den Rändern kann man dann noch einige Zeit etwas sehen, aber wenn man hinschaut, um es genau erkennen zu können, dann wandert der Schatten mit & verhindert das Erkennen.

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Mehr zum Thema Augen im Blog

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Blind sein

Als Kind habe ich mit Freunden an und zu eine Art „Behinderungsspiel“ gespielt. Wir simulierten einen Einbeinigen, einen Ohnhänder, einen Gehörlosen oder auch Blinden. Das Spiel setzte für den „Behinderten“ viel Vertrauen in die Mitspieler voraus und ich kann mich erinnern, dass die Vorstellung blind zu sein, die unangenehmste Erfahrung von allen war.

Es ist zwar unstreitig, dass auch blinde Menschen ihr Schicksal meistern und ein selbstbestimmtes Leben führen können, dennoch stelle ich es mir sehr sehr schwer vor, nach 60 oder 70 Jahren Sehen, plötzlich oder allmählich auf das Augenlicht verzichten zu müssen.

Aber Millionen von Menschen sind dazu gezwungen. Dabei rede ich nicht von denen, die schon blind zur Welt gekommen sind oder ihre Sehfähigkeit schon früh verloren haben und schon von Kindheitsbeinen nichts anderes kennen, sondern von denen, die erst später, im Erwachsenen-Alter oder Senium davon betroffen sind.

In Deutschland wird die Zahl der Blinden und Sehbehinderten, die einen vergleichbaren Status haben von Prof. Bernd Bertram auf über 1,2 Millionen geschätzt.

Dabei handelt es sich um alte Zahlen aus 2005, die aus einem Report der Weltgesundheitsorganisation stammen und für Deutschland hochgerechnet wurden.

In der gleichen Studie wies die WHO nach, dass in Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Island, Italien und den Niederlanden die Zahl der Blinden im Zeitraum von 12 Jahren, 1990 bis 2002, um 80% gestiegen ist.

Bei gleichbleibender Dynamik würde das Bedeuten, dass wir aktuell ca. 2 Millionen Blinde in Deutschland beherbergen.

Kann das sein?

Schauen wir uns mal an, was zur Erblindung führen kann.

Dann finden wir natürlich Unfälle, Augentumoren, Entzündungen und Schlaganfälle, die die Sehrinde betreffen. In der Regel sind das schicksalshafte Ereignisse, denen die Betroffenen mehr oder weniger hilflos ausgeliefert sind und gegen die sie im Vorfeld wenig tun können. Zusammen mit den blind Geborenen und denen, die bereits als Kind erblindet sind, sind das aber gerade mal 15% der Blinden, bei denen diese Ursachen zutreffen.

Der weitaus größte Teil der Erblindungen hat andere Ursachen.

17% der Erblindungen sind auf die Zuckerkrankheit, Diabetes, zurückzuführen.

18% auf den grünen Star, das Glaukom und

50% auf die altersbedingte Makuladegeneration, AMD.

So erschreckend diese Zahlen sind, so erfreulich ist auf der anderen Seite der Umstand, dass bei den drei genannten Krankheiten, die Erblindung für viele Menschen vermeidbar ist, wenn man die richtigen Strategien anwendet.

Leider ist dies aber weitgehend nicht der Fall. Denn bei 10.000 Neuerblindungen pro Jahr, von denen nur 160 als Blinde auf die Welt kommen, zeigt sich, dass die vorhandenen vorbeugenden Maßnahmen entweder nicht bekannt sind oder einfach nicht angewendet werden.

Die Beiträge hier sollen einen kleinen Beitrag liefern, um dies zu ändern.

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