Natur oder Antidepressiva?

Die Naturheilkunde kennt eine ganze Reihe von Substanzen, die antidepressiv wirken. Interessanterweise wurde einige davon sogar in schulmedizinischen Studien in ihrer Wirksamkeit, z.T. sogar mehrfach gegenüber zugelassenen Arzneimitteln geprüft. Im Ergebnis waren sie zumeist gleich wirksam wie das Antidepressivum, nur mit weniger oder gar keinen  Nebenwirkungen.

Hier stellen sich zwei Fragen:

  1. Wie kann eine Substanz wirksam sein und keine Nebenwirkungen haben? Ein pharmakologischer Grundsatz lautet doch ‘Keine Wirkung ohne Nebenwirkung’.
  2. Wenn diese Substanzen so wirksam sind, warum sind sie dann nicht bekannt?

Da die zweite Frage einfacher zu beantworten ist als die erste, fange ich bei der Antwort mit ihr an.

In der Ärzteschaft werden Substanzen nur bekannt, wenn sie zum Einen Arzneimittel sind, die zu Lasten der Krankenkasse verordnet werden können und zum Zweiten das Pharmaunternehmen dafür Werbung macht.
Die Zulassung als Arzneimittel ist teuer und die Werbung dafür ebenso. Das kann ein Unternehmen nur machen, wenn die Inhaltsstoffe des Medikaments patentgeschützt sind und der Preis dann so hoch liegt, dass die ganzen Kosten mit Gewinn wieder eingespielt werden. Wirkstoffe der Natur, wie die hier beschriebenen, können nicht patentiert werden. Steckt jetzt ein Unternehmen Geld in die Zulassung und Werbung, kann es ein Konkurrent billig nachbauen und dem ersten das Wasser abgraben. Es ist deshalb von vornherein ein Verlustgeschäft und deshalb ist die Situation so wie sie ist.

Die Antwort auf Frage 1 ist komplexer, im Grunde aber auch einfach. Medikamente sind stoffwechselfremd. Sie greifen in den Zellstoffwechsel von außen ein und begradigen einen speziellen Stoffwechselvorgang bei erkrankten Zellen. Allerdings greifen sie auch in den Zellstoffwechsel gesunder Zellen ein und bringen ihn durcheinander. Dadurch entstehen Nebenwirkungen.

Die meisten Naturstoffe greifen aber nicht, wie Medikamente in den Stoffwechsel ein, sondern sie verstärken die zelleigenen Prozesse. Entweder, in dem sie zusätzliches Material oder Energie zur Verfügung stellen oder indem sie Signale abgeben, die den Stoffwechsel in die gewünschte Richtung steuern.

Natürlich machen sie das auch in den gesunden Zellen. Da Körperzellen im Grundprinzip aber gleich aufgebaut sind, haben sie dort ebenfalls einen positiven Effekt, in dem sie Leistungsfähigkeit dieser Zellen stärken. Das begründet auch die Tatsache, dass viele dieser Substanzen nicht nur bei einer, sondern i.d.R. bei mehreren Störungen wirksam sind.

Wir haben also bei den Naturpräparaten auch Nebenwirkungen, aber positive im Gegensatz zu den chemischen Medikamenten.

Veröffentlicht am 8. September 2020 von Hinrich Hörnlein-Rummel bei Fragen wenden Sie sich bitte an: praxis@hoernlein-rummel.de

Facharzt aus Oldenburg und Berlin

Dieser Beitrag gibt ausschließlich die Meinung des/der Autors/in wieder und steht in keinem direkten Bezug zu den hier angebotenen Produkten.

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Kartoffelsaft

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Meinen Patienten empfehle ich seit Jahren ein natürliches Produkt, das zum größten Teil aus getrocknetem Kartoffelpresssaft besteht.

Auf dem Markt sind 2-3 Präparate verfügbar, die ihren Zweck erfüllen. Bei der Auswahl sollte darauf geachtet werden, dass keine chemischen Zusatzstoffe, dafür aber ein paar Begleitmineralien, vor allem Zink dabei ist. Zink trägt zu einem normalen Säure-Basen-Stoffwechsel bei. Da diese Präparate gelutscht oder gekaut werden, sollten es Tabletten sein und weil rohe Kartoffel nicht lecker schmeckt, ist der Zusatz eines Süßstoffes sinnvoll. Mein Favorit ist Kokosblütenzucker, weil er natürlich ist, angenehm schmeckt und den Blutzucker nicht erhöht und deshalb auch für Diabetiker geeignet ist.

Kartoffelpresssaft bindet die überschüssige Magensäure. D.h. die Säure, die der Magen für Desinfektion und Vorverdauung braucht, steht ihm voll zur Verfügung. Der überschüssige Säureanteil und nur der, wird vom Kartoffelpresssaft gebunden. Diese Bindung bedeutet, dass der Säurewert des Magens hoch bleibt und der Körper keinen Anlass hat, zusätzliche Magensäure zu produzieren. Dadurch hat der Patient, wenn es tun läuft, keine größeren Magenprobleme mehr.

Bei akutem Sodbrennen sollte man mit einer niedrigen Dosierung beginnen und kann bei Bedarf steigern. 

Kartoffelpresssaft als Tablette ist kein Medikament. Er hat einen hohen Nutzen, wie oben dargestellt, aber keine medizinische Wirkung. Wenn Ihnen Ihr Arzt einen Protonenpumpenhemmer (PPI) verschrieben hat, dann dürfen Sie dieses Medikament nicht ohne dessen Erlaubnis absetzen und durch ein Nahrungsergänzungsmittel ersetzen. Nur mit ihrer/seiner Zustimmung ist das zu empfehlen. 

Dabei liegt es im Ermessen Ihrer Ärztin/Ihres Arztes die empfohlene Tageshöchstdosis des Kartoffelpresssaft-Präparates zu überschreiten und der zu erwartenden Magensaftproduktion anzupassen. 

In der Regel ist nach 1 bis 3 Wochen nach Absetzen der PPI das Gleichgewicht wieder hergestellt und 2 bis 6 Tabletten am Tag ausreichend.

Veröffentlicht am 8. September 2020 von Hinrich Hörnlein-Rummel bei Fragen wenden Sie sich bitte an praxis@hoernlein-rummel.de, Facharzt aus Oldenburg und Berlin

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Schwangerschaft, Spaltbildungen & Fehlgeburten

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Schwangerschaft bedeutet Höchstleistung. Das Wachstum des Kindes fordert der Mutter alles ab. Eine energetisch ungünstige Ausgangssituation kann zum einen dazu führen, dass es nach Absetzen der „Pille“ erst gar nicht zur Schwangerschaft kommt oder, dass die Schwangerschaft mit Komplikationen oder vorzeitiger Beendigung einhergeht.

Nimmt eine Frau jahre- oder jahrzehntelang die „Pille“ ein, ist der Nährstoffgehalt der Zellen, einschließlich der der Folsäure (wenn nicht substituiert wird) beim Absetzen der Pille wahrscheinlich am niedrigsten. Kommt es jetzt zur Schwangerschaft, und das ist ja der Grund des Absetzens, besteht die große Gefahr der Missbildung. Folsäuremangel in den ersten 14 Schwangerschaftstagen ist die Hauptursache, vielleicht der einzige Grund, für Missbildungen im Sinne von Spaltbildungen. Dazu gehören Mund- und Kieferspalten (Hasenscharte, aber auch Rückenspalten (spina bifida). 

Der Folsäuremangel stört die Teilung des ersten Keimblattes, und dadurch kommt es weiterhin zu den beschriebenen Störungen.

Bereits in diesem Stadium sind dann viele Schwangerschaften beendet.  Der Embryo überlebt nicht, ohne dass es die Mutter mitbekommt. Ein Teil der Embryos endet später als Tot- oder Fehlgeburt, und 2000 Babys kommen in Deutschland Jahr für Jahr mit Spaltbildung auf die Welt.  Die unzureichende oder fehlende Folsäureversorgung der Mutter in den ersten 2 Wochen der Schwangerschaft begründet das.

Die in Deutschland übliche Praxis, Folsäure den Schwangeren zu geben ist zwar löblich, da in der Schwangerschaft der Bedarf erhöht ist, kommt aber in diesen Fällen zu spät, da eine Schwangerschaft üblicherweise erst nach dem Ausbleiben der Monatsregel, also nach ca. 4 Wochen, festgestellt wird.

Deshalb bin ich ein großer Verfechter der Substitution von Nährstoffpräparaten parallel zur Einnahme der „Pille“. 

Die Folsäureminderung durch die „Pille“ hat noch zwei weitere Aspekte: Zum einen ist Folsäure beim Aufbau der roten Blutkörperchen beteiligt. Da viele Frauen an Blutarmut leiden, kann ein Folsäuremangel diese noch verstärken. Besonders Frauen, die regelmäßig menstruieren, verlieren kontinuierlich Blut, so dass auch diese Frauen, auch wenn sie nicht die „Pille“ nehmen, zusätzlich Folsäure (und Eisen) bekommen sollten.

Zum anderen ist Homocystein zu nennen. Das ist eine Stoffwechselprodukt, umgangssprachlich auch „Schlacke“ genannt, die aus dem Abbau einer lebensnotwendigen schwefelhaltigen Aminosäure entsteht. 

Folsäure trägt zum Abbau dieses Abfallproduktes bei. Ein erhöhter Homocysteinspiegel kann Demenzen und Depressionen fördern, von denen Frauen, insbesondere bei den Depressionen, wiederum besonders betroffen sind. 

Außerdem führt erhöhtes Homocystein zu einer Art Verklebung der Blutgefäße, die wiederum die Gefahr von Thrombose, Herzinfarkt und Schlaganfall erhöht

Auch hier leistet die „Pille“ Vorschub, und die Gefahr kann durch gezielte Ernährung und u.U. ergänzt durch eine kleine, zusätzliche und tägliche Nährstoffgabe verringert werden.

Veröffentlicht am 8. September 2020 von Hinrich Hörnlein-Rummel bei Fragen wenden Sie sich bitte an praxis@hoernlein-rummel.de, Facharzt aus Oldenburg und Berlin

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Ernährungsstrategie bei grünem Star

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Da die eigentlichen Ursachen des grünen Stars entzündliche Prozesse sind, durch die der hohe Augeninnendruck entsteht, empfehle ich auch hier eine an Antioxidantien reiche Ernährung, gegebenfalls ergänzt durch eine entsprechende zusätzliche Nährstoffgabe.
Jeder entzündliche Prozess geht mit erhöhtem Anteilen von Freien Radikalen einher, die wiederum die Umgebung, hier das Trabekelmaschenwerk schädigen. Die Trabekel verklumpen und können den Kammerwasserabfluss nicht mehr regulieren.

Antioxidantien neutralisieren den Überschuss an Freien Radikalen und sind deshalb sowohl zur Vorbeugung aber auch zur Unterstützung der ärztlichen Behandlung sinnvoll.
Selbstverständlich ist auch hier eine entsprechend angepasste Ernährung das A & O. Aber darüberhinaus kann eine gezielte Nährstoffgabe unterstützen, die in Absprache mit dem behandelnden Augenarzt erfolgen sollte.

Allerdings gibt es nur wenige Nährstoff-Präparate, die gezielt auf diese Erkrankung beziehungsweise die Unterstützung der Behandlung oder die Prävention ausgerichtet sind und nur wenige, die nach meiner Vorstellung her empfehlenswert sind.
Grundsätzlich sollte es einen hohen Anteil von Antioxidantien enthalten. Es sollte frei sein von zusätzlich belastenden Stoffen, wie Farbstoffen, Füllstoffen, Konservierungsstoffen, Geschmacksverstärkern usw. und natürlich ohne Zucker oder Stärken angeboten werden. Auch Phosphat, das wir überreichlich in der Nahrung haben, hat in einem solchen Präparat nichts zu suchen und ist aus meiner Sicht ein sicherer Anhaltspunkt für minderwertige Qualität.

suchen und ist aus meiner Sicht ein sicherer Anhaltspunkt für minderwertige Qualität.

Daneben lege ich Wert auf bestimmte Pflanzenstoffe, die nach meiner Erfahrung nach die antioxidative Wirkung der Vitamine verstärken und eine Reihe von Spurenelementen, die in den Stoffwechselketten von der Nährstoffaufnahme bis hin zur Ausscheidung der Schlacken eine Rolle spielen.

Anerkannt ist die antioxidative Wirkung u.a. von Mangan, Selen, Zink und den Vitaminen B2, C und E.

Auch ist darauf zu achten, dass die Dosisverhältnisse von Spielern und Gegenspielern so gewählt sind, dass auch bei höheren Dosierungen keine Anreicherung des einen oder übermäßiges Ausscheiden des anderen Stoffes passiert.
Letzteres ist deshalb besonders wichtig, weil ich in akuten Fällen meinen Patienten auch mal das bis zu 6-fache der vom Gesetzgeber erlaubten Tageshöchstdosis empfehle. Diesem Hinweis sollten Sie aber nur nach Absprache mit Ihrer Ärztin/Arzt bzw. Therapeuten/in folgen.

Veröffentlicht am 8. September 2020 von Hinrich Hörnlein-Rummel bei Fragen wenden Sie sich bitte an praxis@hoernlein-rummel.de, Facharzt aus Oldenburg und Berlin

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Omega-Fettsäuren

Bei diesen Fettsäuren handelt es sich um mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Was ist das überhaupt?

Dazu machen wir jetzt einen kurzen Ausflug in die Chemie.

Alle Fette bestehen aus Fettsäuren. Alle Fette bestehen aus Kohlenstoffatomen, das chemische Symbol ist C, die miteinander verbunden sind wie Eisenbahnwaggons. Jeder Waggon wird mit einem C gekennzeichnet. Die chemische Strukturformel sieht dann so aus.

In unserem Beispiel hat jeder Waggon zwei Kupplungen, das sind die Striche nach links und rechts, mit denen sich die C-Atome verbinden und  eine Achse, das sind die Striche nach oben und unten. Aan jeder Achse ist ein Rad. Bei den Fettsäuren ist dies ein Wasserstoffatom, das in der Chemie das Symbol H hat.

Der Grundkörper einer Fettsäure sieht deshalb so aus:

Wie wird diese Kohlenstoff-Wasserstoff-Kette nun zur Säure? Indem am ersten C-Atom eine sogenannte Carboxylgruppe andockt. Dabei handelt es sich um ein Sauerstoffatom, chemisch O und ein zweites Sauerstoffatom, das bereits ein Wasserstoffatom besitzt, chemisch OH. Das R in der Zeichung ist der Rest, in unserem Fall die Wasser-Kohlenstoffkette.

Das R in der Zeichung ist der Rest, in unserem Fall die Wasser-Kohlenstoffkette.

Und schon haben wir eine vollständige Fettsäure. Links die Lok aus einem C, einem O und einem OH, die sogenannte Carboxylgruppe, dann die Waggons, im Beispiel sind es 9 und ein weiteres H als Schlussleuchte. Viele solcher Fettsäuren ergeben dann das Fett, das wir dann im Fleich, der Wurst und den Streichfetten verzehren und verdauen.

Fettsäuren haben mindestens 4 C-Atome und in der Länge sind sie fast unbegrenzt. Kurze Fettsäuren sind vorwiegend im Öl zu finden und je länger die Kette, umso schwerer kann sie verdaut werden.

Das obige Beispiel ist eine gesättigte Fettsäure. Gesättigt heißt, dass an jedem C zwei H angedockt haben, also jeder Waggon auf 2 Rädern fährt.

Nun gibt es aber auch ungesättigte Fettsäuren, die sehen so aus:

Wir sehen hier, dass oben ein H fehlt. Damit der Zug aber nicht umfällt und entgleist, wird dieser Waggon an den nächsten zweifach angekoppelt. Das ist eine Doppelbindung und weil ein Rad fehlt ist dies eine ungesättigte Fettsäure. Würden jetzt mehrere Räder fehlen, dann haben wir eine mehrfach ungesättigte Fettsäure.

Und weil wir gerade so schön in der Chemie sind, noch eins drauf. Die Chemiker zählen die Kohlenstoffatome C, von der Schlusslaterne her durch. Das ist die Omegaposition. Wenn sie auf die erste Doppelbindung stoßen, wird die Fettsäure nach deren Position benannt. Im obigen Beispiel ist die Doppelbindung am 6. C von rechts. Es handelt sich deshalb um eine Omega-6-einfach ungesättigte Fettsäure.

Im nächsten Bild ist die Doppelbindung am 3. C vom Omegaende hergesehen, es ist deshalb eine Omega-3-Fettsäure.

Und im nächsten Bild haben wir zwei Doppelbildungen, also handelt es sich um eine mehrfach ungesättigte Fettsäure. Omega-3 oder Omega-6?

Sie erinnern sich, die erste Doppelbindung von der Laterne her gezählt gibt den Namen. Also ist eine Omega-3-mehrfach ungesättigte Fettsäure.

Warum macht die Natur so etwas und weshalb brauchen wir die Omegafette?

Wenn Sie sich die obige Formel ansehen, dann erkennen Sie, dass in der oberen H Reihe Lücken sind, während unten die H eng beieinanderstehen. H sind elektrisch positiv geladen und stoßen sich gegenseitig ab.. Das bedeutet, dass sich die C Kette krümmt. Je mehr Doppelbindungen, umso komplexer ist die Krümmung. Und darum geht es der Natur. Sie braucht diese räumlichen Strukturen, um diese Omegafettsäuren in Membrane, Hormone und andere Strukturen einzubauen, weil diese nur mit Hilfe der Struktur funktionsfähig sind.

Um die vielfältigen Reparaturen, die täglich im Körper anfallen, bewältigen zu können, müssen wir ständig ausreichenden Vorrat an diesen Fettsäuren haben.

Die Omegafettsäuren sind essentiell. Das heißt, unser Körper ist nicht in der Lage, diese besondere Art der Fettsäuren herzustellen. Wir können gesättigte Fette herstellen, fast ohne Ende. Das macht der Körper, wenn wir zuviel essen. Dann wird die Nahrung, insbesondere Zucker und andere Kohlenhydrate in gesättigte Fettsäuren umgewandelt und im Bauch, Po, Beine abgelagert.

Ungesättigte Fettsäuren können wir nicht produzieren und müssen sie deshalb mit der Nahrung zu uns nehmen.

Dabei gibt es noch zwei Dinge zu beachten. Wie schon berichtet, sind diese Fettsäuren unter Spannung. Bekommen sie Energie, z.B. durch Erhitzen, dann platzen die Doppelbindungen auf und die dann freien Achsen verbinden sich mit einem H und werden zur gesättigten Fettsäure. Sie hat dann nur noch Kalorien, ist aber nicht mehr für die Zellreparatur oder Aufbau geeignet.

Deshalb sollte man kaltgepresste Öle nehmen und diese nicht zum Braten verwenden und am besten kalt im Smoothie oder im Salatdressing zu sich nehmen oder in einer guten Nahrungsergänzung.

Das zweite ist ein Trick der Industrie.

Im Bild oben sind alle H der unteren Reihe vorhanden. Das nennt man die cis Position und sie erzeugt die Spannung und die Faltung der Fettsäure im richtigen Plan.

Die Industrie hat nun einen Trick ersonnen, hitzebeständige Omegafettsäuren zu erzeugen. Bei dieser Form wandert ein H noch oben, aus der cis in die trans Position. Die Fettsäure hat immer noch die Doppelbindungen, aber die Spannung ist weg. Dadurch wird sie zwar hitzebeständig, aber biologisch wertlos, weil die Strukturfaltung ausbleibt. Einige Forscher sind sogar der Meinung, dass sie gesundheitsgefährdend sind, weil sie die Position der cis Omegafettsäure einnehmen und damit Organfunktionen verhindern. Das ist als wenn Sie ein Auto haben, das so aussieht wie ein Auto, auch alle Bestandteile hat, aber nicht fährt, weil der Benzintank falsch angeschlossen ist.

Veröffentlicht am 8. September 2020 von Hinrich Hörnlein-Rummel bei Fragen wenden Sie sich bitte an praxis@hoernlein-rummel.de, Facharzt aus Oldenburg und Berlin

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Frauen & Depression

In anderen Beiträgen habe ich schon einige Gründe angesprochen, weshalb Frauen häufiger depressiv als Männer sind. Da rangiert an erster Stelle das durch die ‘Pille’ bedingte Nährstoff-Ungleichgewicht, gefolgt von der Schädigung der Mitochondrien, den Kraftwerken der Zellen, durch Antibiotika, und weiterhin die höhere Quote an Brustkrebserkrankungen.

Es gibt aber noch mehr Gründe.

Das kann mit sexuellem Missbrauch beginnen, von dem Mädchen häufiger als Jungen betroffen sind, geht über berufliche Ungleichbehandlung, Doppelbelastung durch Beruf und Familie bis hin zu der Pflege älterer Familienangehöriger.

Das kann zu psychischem Stress führen.

Psychischer Stress ist Stress, und psychische Funktionen sind Leistungen des zentralen Nervensystems, in allererster Linie Leistungen des Gehirns.

Psychische Stabilität ist auch von der Leistungsfähigkeit der Nervenzellen abhängig, und diese funktionieren im Großen und Ganzen genauso, wie jede andere Körperzelle auch.

Sie sind abhängig von der zur Verfügung stehenden Energie und den zur Verfügung stehenden Nährstoffen.

Die Aufgabe der Nervenzellen ist es, Neurotransmitter zu bilden, die zwischen den Zellen Signale übertragen, die dann durch die Vernetzungsmuster zu Gedanken und Gefühlen werden.

Die Informationsübertragung geschieht durch Überträgerstoffe, die sog. Neurotransmitter. Diese Neurotransmitter werden von der einen Nervenzelle ausgeschüttet und von der anderen aufgenommen. Dadurch wird in den Zellen ein elektrischer Reiz erzeugt, den man als Hirnstrom mit entsprechenden Geräten messen kann.

Für die regelrechte Übertragung sind Menge und Qualität der Botenstoffe und die Fähigkeit der Empfängerzelle, adäquat zu reagieren, von Bedeutung.

Können Nervenzellen z.B. einen wichtigen Botenstoff nicht in ausreichender Menge zur Verfügung stellen, bleiben Antworten und Reaktionen aus.

Einer der bekanntesten Botenstoffe ist das Serotonin. Kommt es zum Mangel, dann reagiert das Gehirn depressiv. Die schulmedizinische Behandlung setzt deshalb Medikamente ein, die das vorhandene Serotonin länger bei der Empfängerzelle hält, sodass in Folge mehr Signale erzeugt werden können. Gelingt das, dann flaut die Depression wieder ab.

Die Ernährungsstrategie einschließlich der Nahrungsergänzung bei Mehrbedarf zielt darauf ab, Stress zu mindern oder abzubauen, Stoffwechselblockaden oder funktionelle Mängel zu beseitigen und so den Nervenzellen die Möglichkeit zu geben, ausreichend Botenstoffe zu bilden, sodass die depressive Reaktion nicht auftritt.

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Ernährung und Magengesundheit

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Wer das Buch ‘Darm mit Charme’ von Giulia Enders gelesen hat, weiß, wie wichtig die guten Darm-, Ernährungs- und Verdauungsfunktionen für Gesundheit, Schönheit und Leistungsfähigkeit sind.

Schon der bekannte deutsche Philosoph Ludwig Feuerbach (1804-1872) hat den Satz geprägt „Du bist, was Du isst“ und moderne Ernährungsforschung und moderne Medizin bestätigen diese alte Weisheit wissenschaftlich und täglich auf’s Neue.

Dabei ist es doch ganz einfach. Wir können nur leben, wenn wir ständig Betriebsstoffe und Bausteine dem Körper zuführen und Abbauprodukte wieder ausführen.

Deshalb müssen wir nicht nur atmen, sondern auch Essen und Trinken und dabei spielt unser Verdauungssystem in vielerlei Hinsicht die Hauptrolle.

Das beginnt mit dem Magen, in dem die Speisen desinfiziert und vorverdaut werden. Dann kommt der Dünndarm, in dem die Speisen mit Hilfe von Leber und Bauchspeicheldrüse so aufbereitet werden, dass die Nähr- und Energiestoffe aufgeschlossen und in den Körper transportiert werden können. 

Letzteres geschieht über die Leber, die hier die ersten Umbauarbeiten dieser Stoffe vornimmt, so dass sie dann über das Blut in die Organe und dort in die Körperzellen gelangen können, um dann dem Stoffwechsel zur Verfügung zu stehen.

Von dort aus geht die Reise zurück. Verbrauchte Materialien sind dann sauer oder sogar giftig und müssen neutralisiert, entgiftet und dann ausgeschieden werden. Sind diese Stoffwechsel-Abfallprodukte, die umgangsprachlich als Schlacken bezeichnet werden, wasserlöslich, geschieht das über die Niere, sind sie fettlöslich, dann über die Leber, die sie über den Gallensaft an den Darm weitergibt, der sie dann mit dem unverdaulichen Restmaterial schließlich im Enddarm ausscheidet.

Je besser das funktioniert, desto größer ist der Nutzen für den Einzelnen. Die optimale Nährstoffversorgung ist die Voraussetzung für anhaltende Gesundheit. Für alle Organe. Einschließlich Kopf, Gehirn, Auge, Ohr, Herz, Muskulatur, Knochen und Immunsystem, sowie für die Sexualfunktionen.

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Gibt es ein natürliches Benzodiazepin?

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Das ist eine der ganz wichtigen Fragen in der Medizin. Denn die Beruhigungsmittel, Tranquilizer und Schlafmittel, Hypnotika, die chemisch zumeist zu den Benzodiazepinen gehören, sind bei den Verordnungen ganz oben.

Die Statistik der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen weist aus, dass 7,7% der Deutschen mindestens ein Mal im Jahr ein solches Medikament eingenommen haben. Frauen führen dabei mit 9,6%, während Männer mit 5,8% ein wenig hinterher hinken. 

Wenn man bedenkt, dass die Benzos, bekannteste Vertreter sind Valium (Diazepam) und Tavor (Lorazepam) außer Müdigkeit keine größeren Akutnebenwirkungen haben, dann wäre ja alles in Ordnung.

Leider gibt es aber einen Haken. Benzos können süchtig machen. Laut Angaben der bereits zitierten Hauptstelle sind schätzungsweise 1,4 – 1,5 Millionen Menschen abhängig von Medikamenten mit Suchtpotenzial und davon 1,1 – 1,2 Millionen Menschen abhängig von Benzodiazepinen.

Es scheint so, dass die Fähigkeit, sich selbst auszuhalten, immer mehr abnimmt. Das kann an der zunehmenden Reizüberflutung liegen, vielleicht aber auch an den geänderten Lebens- und Ernährungsgewohnheiten oder an beidem.

Für viele Betroffene führt der Weg aus der Krise durch Achtsamkeit und Psychotherapie. Vielen anderen ist der Weg aber verschlossen. Zum Teil weil ihnen der innere Zugang fehlt, zum anderen weil es gar nicht so einfach ist, einen Therapieplatz zu bekommen, den dann auch die Krankenkasse zahlt. 

Hinzu kommt, dass die Psychotherapie nach wie vor wie ein Gefahrgut behandelt wird. Sie muss aufwändig beantragt werden und ist streng limitiert, sowohl was die Methoden als auch die Dauer angeht. Da ist es einfacher, zum Rezeptblock zu greifen und eine – vorübergehende – Lösung anzubieten.

Nun gibt es seit Jahrtausenden Pflanzenstoffe, die ebenfalls beruhigend, entspannend und schlaffördernd wirken, ohne die Abhängigkeitsgefahr. In der Volksmedizin sind sie weiterhin verankert, nur aus dem etablierten Medizinbetrieb wurden sie im Laufe der letzten Jahrzehnte verbannt.

Es wurden bestimmte Studiennachweise zur Wirksamkeit gefordert und alle Arzneien, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, wurden aus dem Erstattungssystem der Krankenkassen ausgeschlossen. Das war und ist der sichere Tod eines Mittels.

Das Ganze war und ist unfair. Die geforderten Studien sind teuer und können im Prinzip nur von Firmen gemacht werden, die danach ein patentgeschütztes Präparat über viele Jahre teuer verkaufen können, um die Kosten wieder einzuspielen.

Natur kann man nicht per Patent schützen. Wer solche Studien für sein Präparat macht, ist von vornherein pleite, da er niemals mehr die Kosten dafür einnehmen kann.

Aber es gibt Auswege. Immer mehr Menschen vertrauen den eigenen, selbstgemachten Erfahrungen und versorgen sich selbst mit den für sie sinnvollen und hilfreichen Natursubstanzen. Und davon gibt es reichlich.

Wie bei den natürlichen Antidepressiva rate ich von Einzelsubstanzen ab. Nicht, weil die im Einzelfall nicht hilfreich sein können. Sondern weil auch hier die Stoffwechsel-Bedürfnisse von Mensch zu Mensch verschieden sind und sogar innerhalb ein- und desselben Menschen zu unterschiedlichen Zeiten und in unterschiedlichen Situationen unterschiedliche Stoffwechsellagen bestehen, die dann differenzierte Antworten brauchen.

Ich selbst habe mit den folgenden Substanzen, oft einzeln, meist aber in Kombination durchaus gute Erfolge bei meinen Patienten erzielt. Nicht immer, aber häufig.

  • Lavendelblüten-Pulver
  • Melissen-Extrakt
  • Hopfenzapfen-Pulver
  • Coffea arabica
  • Passionsblumen-Extrakt
  • Rosenwurz-Extrakt
  • Baldrian-Extrakt
  • Johanniskraut-Pulver
  • Melonen-Extrakt
  • Safran-Extrakt
  • B-Vitamine

Die Wirkung der einzelnen Substanzen sowie deren Eigenschaften bzw. Vorzüge und, sofern vorhanden, die Studienergebnisse können Sie gerne bei mir erfragen. Da mein Blog auf der Seite eines Nahrungsergänzungsherstellers erscheint, kann eine Darstellung hier zu Verstößen gegen das Heilmittelwerbegesetzes führen, was ich unbedingt vermeiden will.

Fast alle dieser Substanzen sind in der Apotheke zu bekommen. Es gibt auch Nahrungsergänzungsmittel, die diese Naturstoffe einzeln oder in Kombination beinhalten. Hier wie dort sollten Sie als Anwender darauf achten, dass die Hersteller auch die Konzentrationen beimischen, die in den Studien erfolgreich waren.

Tavor expidet, ein häufig bei Angst- und Panikerkrankungen verordneter Tranquillizer auf Benzodiazepinbasis wirkt innerhalb von 20 Minuten. Das kann man von einem Naturpräparat nicht erwarten. In der Regel dauert es ein paar Tage, bis man eine allgemeine Änderung, Beruhigung, Entspannung oder Schlafverbesserung bemerkt. Es macht also wenig Sinn, die ‚Naturpillle‘ nur dann ‚einzuwerfen‘, wenn man in einer akuten Ausnahmesituation ist.

Sinnvoll ist die Einnahme über einen längeren Zeitraum von 1-3 Monaten. Tritt in dieser Zeit keine Wirkung ein, dann ist das nicht der richtige Weg und Alternativen sollten gesucht und in Anspruch genommen werden.

Aber auch, wenn die Einzelsubstanz oder die Mischung hilft, sollten Sie sich überlegen, wie und warum sie in die Krise gekommen sind und sich u.U. Hilfe, z.B. im Rahmen einer wie auch immer gearteten Psychotherapie holen.

Naturheilkunde ist ganzheitlich und das alleinige kurieren am Symptom löst die eigentlichen Probleme auf Dauer nicht.

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Milchsäure

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Der Darm besteht im Grunde aus zwei Abschnitten, dem Dünn- und dem Dickdarm, die sich wesentlich unterscheiden.

Der Dünndarm ist eher bakterienarm, der Dickdam bakterienreich. Die Bakterienstämme des Dünndarms unterscheiden sich von denen des Dickdarms. Beide Abschnitte sind durch eine Klappe getrennt, die den Übergang von Dickdarmbakterien in den Dünndarm verhindern soll.

Kommt es zum Übertritt, dann geschieht Ähnliches wie beim Fehlen der Desinfektion durch den Magensaft. Es kommt zu einer Fehlbesiedlung des Dünndarms mit negativen Folgen für die Verdauung und für die Aufnahme und Verwertung der Nährstoffe im Körper.

In der Ernährungslehre wird deshalb regelmäßig der Verzehr von milchsauer vergorenem Gemüse empfohlen. Das ist z.B. Sauerkraut oder andere vergorene Kohlarten, Paprika, Gurken usw.

Diese Gemüse bringen die Milchsäure und Milchsäurebakterien in den Darm. Die Milchsäure reguliert den Säure- bzw. den Basenwert und hält ihn konstant im Gleichgewicht. Die Milchsäurebakterien wehren Fremdbakterien im Dünndarm ab und verbessern anschließend die Zusammensetzung der Dickdarmbakterien.

Beides unterstützt die Darmtätigkeit, verbessert die Verdauung und unterstützt die Nährstoffversorgung. 

Einziger Nachteil: Milchsaures Gemüse hat einen eindringlichen Geruch und Geschmack, der nicht jedem behagt. Nicht jeder fühlt sich in der Lage täglich, z.B. eine Portion rohes Sauerkraut zu sich zu nehmen.

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Burn Out & Trauma

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Wussten Sie schon, dass ein Burn Out häufig mit einer Nebennierenschwäche zu tun hat & diese wiederum mit Trauma?
Und was die Lösung hierfür ist?

Von einem Burn Out, also Symptomen von Erschöpfung, Kraftlosigkeit & Depression, ist fast jeder zweite Deutsche einmal in seinem Leben betroffen.
Wer einmal in einem Burn Out war, weiß wie schwer es ist hier wieder heraus zu finden, einfach weil dem Körper die Kraft & Energie dazu fehlt.
Die Ursache wird häufig in zuviel Arbeit, Stress oder Lebensumbrüchen gesehen. Das ist erst einmal richtig. Diese können der Auslöser für ein Burn Out sein.
Aber sie sind nicht die Ursache!!!

Die Ursache ist vielen, oft auch Ärzten völlig unbekannt.
Sie liegt nämlich sehr oft in einer Nebennierenschwäche. Wird diese nicht behandelt kann das Burn Out nicht gehen, der Betroffene wird einfach nicht mehr gesund.
Die Nebennieren produzieren über 40 Hormone, unter anderem Adrenalin & Cortisol. Bei zu viel Stress wird vermehrt Adrenalin & Cortisol ausgeschüttet.
Bei traumatisierten Menschen ist Stress ein Dauerzustand, insbesondere wenn sie unter mehreren & länger andauernden Traumatisierungen (komplexe Traumatisierung) leiden.
Die Folge davon ist, dass sich die Nebennieren irgendwann erschöpfen.

In meiner Praxis erlebe ich das bei vielen Klienten, allerspätestens wenn sie das 40. oder 50. Lebensjahr erreicht haben, oft wesentlich früher.

Folgende Symptome weisen auf eine Nebennierenschwäche hin:
• Sie kommen morgens nicht aus dem Bett & fühlen sich schon beim Aufstehen erschöpft.
• Abends erleben Sie eher ein Energiehoch.
• Sie brauchen ständig Stimulanzien wie Kaffee oder andere koffeinhaltige Getränke, Schokolade, Zigaretten &/oder Süßigkeiten, um über den Tag zu kommen.
• Sie sind innerlich unruhig.
• Sie erleben gesteigerte Ängste & Depressionen.
• Sie haben Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren, Ihr Gedächtnis lässt nach.
• Sie sind schnell ungeduldig.
• Sie leiden an Schlaflosigkeit.

Bleibt die Nebennierenschwäche weiterhin unerkannt, kann es zu einer Immunschwäche & diversen Erkrankungen kommen, denn die Zellabwehr funktioniert dann ebenfalls nicht mehr gut.
Eine Nebennierenschwäche lässt sich sehr einfach über einen Cortisoltest (Speicheltest) feststellen.
Anhand dieses Testes kann ein detailliertes Tagesprofil erstellt werden, welches genau darstellt, wann & in welchem Umfang Ihre Nebennieren Cortisol ausschütten.
Entsprechend dem Ergebnis verordnet Ihr Arzt oder Heilpraktiker Ihnen dann Ihre Medikation.
Wenn Sie Glück haben, reichen hochdosierte Vitamine/Mineralstoffe aus, dazu manchmal noch ein homöopathisches Komplexmittel.
Unterstützend kann auch die Gabe von Nebennieren-Zellextrakten aus Rinder-Nebennieren sein.
Diese haben mehrheitlich keine Nebenwirkungen & liefern wichtige Bausteine für die Wiederherstellung einer gesunden Nebennierenfunktion.

Da eine Nebennierenschwäche lebensgefährlich werden kann, sollte sie in jedem Fall von einem Arzt oder Heilpraktiker behandelt werden.
Wichtig ist nun auch, dass Sie Ihren Lebenswandel umstellen – mehr Ruhe, mehr Rhythmus, Ernährungsumstellung, kein Koffein & nur moderater Sport.
Zuviel Sport führt zur weiteren Erschöpfung.
Und: untersuchen Sie Ihre Biographie darauf, ob Sie mehrere Traumata erlebt haben.
Sollte dies der Fall sein, dann suchen Sie sich einen guten Traumatherapeuten, am besten einen, der körperorientiert arbeitet, so wie mit Somatic Experiencing.
Denn Ihr Nervensystem muss nun lernen sich besser zu regulieren, so dass die Nebennieren wieder mehr entlastet werden.

So finden Sie Ihren Weg aus Erschöpfung & Burn Out!

Beitrag von Gastautorin Christine Seidel:
Christine Seidel ist Heilpraktikerin (Psychotherapie), Dipl. Sozialpädagogin & Autorin. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Traumatherapie. Hier ist sie sowohl Expertin als auch Betroffene.
Sie veranstaltet neben der Einzel- auch Gruppenarbeit sowie Workshops, z.B. Basics für Traumabetroffene.
Christine Seidel ist in den verschiedenen Verfahren ausgebildet, u.a. in ‚Somatic Experiencing‘ nach Dr. Peter Levine, EMDR, TRIMB, Traumafachberatung & -pädagogik (DeGPT), ‚Tiefenpsychologisch fundierter & existentiell orinentierter Psychotherapie‘ nach Christian Meyer, NLP, systematisches Coaching, Familienaufstellung & Thetahealing.
Ihre Arbeit ist durch Klarheit, Effizienz, hohe Empathie & eine gute Intuition gekennzeichnet. Sie verwendet dabei neueste Erkenntnisse der Neurobiologie & der Bewusstseinsforschung.

Workshop

Zum Buch Basics für Traumabetroffene
In Berlin-Schöneberg
Was ist ein Trauma?
Trauma & Gehirn/Nervensystem
Was hilft – Vorstellung der besten Traumatherapiemethoden
Erlernen erster Übungen zur Selbstregulation & Stabilisierung

Termine & verbindliche Anmeldung unter traumatherapiepraxis-berlin.de

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