Milchsäure

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Der Darm besteht im Grunde aus zwei Abschnitten, dem Dünn- und dem Dickdarm, die sich wesentlich unterscheiden.

Der Dünndarm ist eher bakterienarm, der Dickdam bakterienreich. Die Bakterienstämme des Dünndarms unterscheiden sich von denen des Dickdarms. Beide Abschnitte sind durch eine Klappe getrennt, die den Übergang von Dickdarmbakterien in den Dünndarm verhindern soll.

Kommt es zum Übertritt, dann geschieht Ähnliches wie beim Fehlen der Desinfektion durch den Magensaft. Es kommt zu einer Fehlbesiedlung des Dünndarms mit negativen Folgen für die Verdauung und für die Aufnahme und Verwertung der Nährstoffe im Körper.

In der Ernährungslehre wird deshalb regelmäßig der Verzehr von milchsauer vergorenem Gemüse empfohlen. Das ist z.B. Sauerkraut oder andere vergorene Kohlarten, Paprika, Gurken usw.

Diese Gemüse bringen die Milchsäure und Milchsäurebakterien in den Darm. Die Milchsäure reguliert den Säure- bzw. den Basenwert und hält ihn konstant im Gleichgewicht. Die Milchsäurebakterien wehren Fremdbakterien im Dünndarm ab und verbessern anschließend die Zusammensetzung der Dickdarmbakterien.

Beides unterstützt die Darmtätigkeit, verbessert die Verdauung und unterstützt die Nährstoffversorgung. 

Einziger Nachteil: Milchsaures Gemüse hat einen eindringlichen Geruch und Geschmack, der nicht jedem behagt. Nicht jeder fühlt sich in der Lage täglich, z.B. eine Portion rohes Sauerkraut zu sich zu nehmen.

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